Rezension: "Die Legende der Wächter 2: Die Wanderschaft"

Titel: Die Legende der Wächter: Die Wanderschaft
Originaltitel: Guardians of Ga'Hoole: The Journey
Autor: Kathryn Lasky
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Seitenzahl: 280
Preis: 14,95€
ISBN-10: 3473368083
ISBN-13: 978-3473368082
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Worum geht's?
Nach der ereignisreichen Flucht aus dem Sankt-Ägolius-Internat haben sich Soren und Gylfie zwei neue Eulen angeschlossen: der Bartkauz Morgengrau und der Höhlenkauz Digger. Bereits nach kurzer Zeit ist das Eulenquartett ein eingespieltes Team. Alle vier schwören einander, die Anderen niemals im Stich zu lassen. Zusammen erreichen sie ihr lang ersehntes Ziel: Den Ga'Hoole-Baum, die Heimat der sagenhaften Eulenritter. Dort werden sie selbst zu jenen mutigen Eulen ausgebildet, die des Nachts das Gute vor dem Bösen beschützen. Als bei einem Kontrollflug Sorens verschwundene Schwester Eglantine völlig verwirrt aufgefunden wird, erschleicht die Freunde eine schreckliche Vorahnung: Das Internat ist nicht die schlimmste Verschwörungen, die bekämpft werden muss...

Kaufgrund:
Wie bei meiner Rezension zum Vorgänger bereits erwähnt, wurde ich durch die Verfilmungen auf die Buchreihe aufmerksam. Ich habe mir die drei Bücher dann im Komplettpaket gekauft.

Meine Meinung:
Ich war vom ersten Teil der Reihe richtig begeistert, sodass ich sofort danach mit dem zweiten Teil angefangen habe. Vielleicht war meine Euphorie einfach zu groß, denn insgesamt hat mich „Die Wanderschaft“ enttäuscht. Das Buch beginnt spannungsgeladen und mitreißend, als Soren, Gylfie und ihre zwei neuen Freunde Morgengrau und Digger auf ihrem Weg zum Ga'Hoole-Baum viele Gefahren und Hindernisse meistern müssen. Relativ schnell flacht diese Spannung ab und der Geschichtsverlauf fließt nur noch träge vor sich hin. Es passiert fast nichts Neues, und bedauerlicherweise hatte sich schon bald ein „Lückenfüller“-Gefühl bei mir eingeschlichen, das ich bis zum Ende des Buches nicht mehr losgeworden bin. Ich behaupte sogar, einem Neueinsteiger in die Reihe hätte es gereicht den Klappentext zu lesen.

In dem Buch gibt es viele neue, sehr interessante Charaktere, die einen neugierig machen. Leider bleiben sie flach, platt und oberflächlich. Ich hatte nicht erwartet, von jeder Eule die Lebensgeschichte zu erfahren; trotzdem hätten ein paar Informationen mehr die Sympathien zu den Figuren erheblich gesteigert. Spätestens jetzt war ich glücklich über die Eulenübersicht im Anhang! Der Roman spezialisiert sich durch und durch auf die Persönlichkeiten, Entwicklungen und „Zwischen-eulischen“ Beziehungen des Protagonistenquartetts. Das ist der Autorin gut gelungen, besonders Soren, den ich im ersten Teil bereits gemocht habe, besaß mein absolutes Mitgefühl.

Cover:
Das Cover ist genauso aufgebaut wie das seines Vorgängers. Das hat mir sehr gut gefallen, schließlich sollte es in einer Reihe auch genauso sein! Insgesamt mochte ich das Cover von "Die Entführung" etwas mehr, da es aussagekräftiger war und sowohl dem Titel, als auch dem Inhalt gerecht wurde. Bei diesem Teil war es leider nicht so – wie auch, wenn nichts im Buch passiert?

Fazit:
Im Vergleich zum Vorgänger eine Enttäuschung, aber noch lange nicht schlecht. Die Handlung kommt nicht voran und als Leser erhält man keine Antworten auf die vielen offenen Fragen, die der erste Teil hinterlassen hat. Wenigstens ein paar kleinere Andeutungen hätte ich mir erhofft. Zumindest hinsichtlich der Geschichte ist der Roman der „Legende der Wächter“-Reihe als überflüssig zu bezeichnen. Trotzdem fand ich ihn insgesamt nicht misslungen. Man erfährt einiges Neues über die Protagonisten. im Großen und Ganzen vergebe ich noch knappe 3 Lurche!


Über die Autorin:
Kathryn Lasky, preisgekrönte Autorin zahlreicher Kinder- und Jugendbücher, lebt mit ihrem Mann in Cambridge, Massachusetts. Während der Recherchen für ein Sachbuch begann die Welt der Eulen sie derart zu faszinieren, dass sie eine Fantasy-Saga über die geheimnisvollen Vögel erschuf. "Die Legende der Wächter" kam auf die Bestsellerliste der New York Times und wurde in zwölf Sprachen übersetzt. 2010 gaben die Eulen aus dem Wald von Tyto ihr Kinodebüt.

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