Rezension: "Hibiskussommer"

Titel: Hibiskussommer
Originaltitel: Cruel Summer
Autor: Alyson Noël
Verlag: cbj
Seitenzahl: 256
Preis: 12,99€
ISBN-10: 9783570152898
ISBN-13: 978-3570152898
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Worum geht's?
Die siebzehnjährige Colby ist wütend, enttäuscht und empört. Endlich gehört sie zur angesagtesten Clique der Schule, Amanda ist ihre beste Freundin und ihr Schwarm Levi scheint sie endlich zu beachten. Seit Wochen freut sie sich auf die Ferien, denn alles deutet darauf hin, dass dieser Sommer der beste ihres Lebens sein wird! Doch ihre Eltern, die sich mitten im Scheidungskrieg befinden, machen ihr einen gewaltigen Strich durch ihre Rechnung: Sie schicken Colby für mehrere Monate zu ihrer verrückten Tante Tally auf eine griechische Insel am Ende der Welt. Colby ist verzweifelt, will nur noch nach Hause. Aber dann lernt sie während einer Party Yannis kennen, der ihr den schrecklichen Sommer versüßt.

Kaufgrund:
Das Cover ist so hübsch! Außerdem war ich gespannt auf ein Buch von Alyson Noël, das nicht zur "Evermore"-Reihe gehört.

Meinung:
Colby erzählt uns ihre Geschichte aus persönlicher Sicht. Sie schreibt ihre Erlebnisse, Gefühle und Gedanken in ihr Tagebuch, in ihren Blog (den sie passenderweise "Cruel Summer" genannt hat; im übrigen ist dieser Name auch der viel passendere Originaltitel des Buches), oder in die Briefe und Mails an ihre Eltern oder ihre Freunde. Das komplette Buch besteht aus solchen Einträgen. Sie wirken durch Colbys Gefühlsausbrüche sehr natürlich, als ob sie einem die Geschichte eigenhändig erzählen bzw. man ihren Blog selbst verfolgen würde.

Colby ist eine Protagonistin, die man erst lieben lernt, wenn man sie besser kennt. Anfangs wirkt sie sehr pubertär, handelt und spricht wie ein bockiger Teenager. Ich hätte sie auf dreizehn bis vierzehn Jahre geschätzt, aber sie ist tatsächlich schon siebzehn. Da sie sich in einer schwierigen Phase befindet (Scheidung ihrer Eltern, etc.), ist ihr Verhalten durchaus verständlich und nachvollziehbar. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich viel weiter: Colby lernt, hinter die Fassaden zu blicken, sich nicht von Oberflächlichkeiten leiten zu lassen und vor allem die kleinen Dinge des Lebens zu schätzen. Je weiter sie sich entwickelt, desto sympathischer wird sie und wächst einem zum Schluss sogar so sehr an das Herz, dass man sie nur ungern ziehen lässt.

Auch wenn Colbys Verhalten für ihr Alter an manchen Stellen viel zu pubertär wirkt, so bringt sie die Leser damit immer wieder zum Schmunzeln und Lachen. Sie versucht mit allen Mitteln, so cool wie möglich zu sein, um für die Highschool-Queen Amanda interessant zu bleiben. Durch die persönlichen Tagebucheinträge von Colby erfährt man jedoch, wie sie dabei wirklich denkt und fühlt. Diese gegenteiligen, fast schon paradoxen Seiten von Colby zaubern einem fast auf jeder Seite ein Lächeln auf die Lippen. Ein besonderes Highlight sind auch die Briefe an ihre Eltern, in denen sie sich auf groteske Weise bemüht, ihren eigenen Kopf durchzusetzen.

Die Liebesgeschichte zwischen ihr und Yannis spielt die wichtigste Rolle in Colbys Weg zur Selbstfindung. Die Autorin hat es geschafft, eine gefühlvolle und emotionale Jugendliebe zu beschreiben, sie sich langsam aufbaut und nicht platt und aufgesetzt wirkt. Nicht nur Mädchen im Alter von 12-14 werden mit der Protagonistin mitleiden, auch Erwachsene werden sich durch "Hibiskussommer" an die erste große Liebe erinnert fühlen.

Cover:
Das Cover erinnert an die der "Evermore"- oder der "Riley"-Reihe von Alyson Noël. Langsam scheinen diese Blüten, aus denen Tierchen hinaus fliegen, zum Markenzeichen der Autorin zu werden. Ich finde das allerdings nicht schlimm, denn die Cover sehen einfach hinreißend aus und zwingen quasi schon zum Kauf!

Fazit:
Ein toller Roman über die Liebe, den Sommer und die Suche nach sich selbst. Die Geschichte ist leider sehr offensichtlich, kann daher nicht mit unerwarteten Wendungen punkten, überzeugt aber mit Colbys authentischer und humorvollen Art. Es hat sehr viel Spaß gemacht, "Hibiskussommer“ zu lesen, weil Colby mich ständig zum Schmunzeln gebracht hat! Ich empfehle den Roman jedem, der Lust auf eine süße, jugendliche Liebesgeschichte hat, und vergebe 4 Lurche.


♥ Vielen Dank an den cbj-Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥

Über die Autorin:
Alyson Noël stürmte mit ihrer »Evermore«-Reihe zuerst die New-York-Times-, dann auch die Spiegel-Bestsellerliste. Doch überaus erfolgreich ist sie nicht zuletzt mit ihren Jugendromanen, die vielfach ausgezeichnet und in über 35 Sprachen übersetzt wurden. Die Kalifornierin, die gerne reist und lange Zeit als Stewardess um die Welt flog, verbrachte einige Jahre auf Mykonos und in New York. Heute lebt sie in Laguna Beach, Kalifornien.

Kommentare:

  1. Das Buch hört sich toll an. Ich finde das Cover auch super schön, aber irre führend. Ich dachte erst es wäre ein weiterer evermore-Roman. LG :)

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  2. @Katarina: Ja, ich sehe das so wie du. Ich hab's ja schon in meiner Rezi geschrieben: Diese "Coverart" wird langsam zum Markenzeichen der Autorin. An sich nicht schlimm, aber irreführend ist es tatsächlich!

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  3. klingt nach tollen lesestoff :D ich glaub das sollt ich mir auch iwann besorgen ^^ mir gefiel das cover ja alleine schon sehr aber evermore - damit kann ich nichts anfangen darum bin ich gespannt XD

    lg july

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  4. danke für deine tolle rezension und allein das cover hätte mich im laden auch schon angelockt ;-D

    lg kerry

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