Rezension: "Seventeen Moons - Eine unheilvolle Liebe"

Titel: Seventeen Moons - Eine unheilvolle Liebe
Originaltitel: Beautiful Darkness
Autor: Kami Garcia, Margaret Stohl
Erscheinungsdatum: 12. September 2011
Verlag: cbj
Seitenzahl: 512
Preis: 18,99€
ISBN-10: 3570138291
ISBN-13: 978-3570138298
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Worum geht's?
Lena hat es geschafft, ihre Berufung auf ihren siebzehnten Geburtstag zu verschieben - doch zu welchem Preis! Ihr schlechtes Gewissen plagt sie so sehr, dass sie sich vor allem zurückzieht und die Einsamkeit sucht. Nicht einmal Ethan schafft es, zu ihr durchzudringen, egal, wie sehr er es versucht. Die dunklen Caster, die Lena auf ihre Seite ziehen wollen, riechen nun ihre große Chance, denn nie war sie angreifbarer...

Kaufgrund:
Auf "Seventeen Moons - Eine unheilvolle Liebe", den zweiten Teil einer Serie des Autorinnenduos Kami Garcia und Margaret Stohl, wurde ich durch die Verlagsvorschau des cbj-Verlags aufmerksam. Mein Interesse war schnell geweckt, sodass es beide bisher erschienenen Bücher der Reihe auf meine Wunschliste schafften.

Meine Meinung:
"Seventeen Moons - Eine unheilvolle Liebe" beginnt mit einem knappen Prolog, der Ethans Situation zusammenfasst. Als kurze Wiederholung der Geschehnisse des Vorgängers ist der Prolog allerdings nicht zu betrachten, dafür ist er viel zu allgemein! Trotzdem müssen sich diejenigen, die die Handlung des ersten Teils nicht mehr genau im Kopf haben, keine Sorgen machen. Stück für Stück lassen die Autorinnen Anmerkungen einfließen, die dem Leser-Gedächtnis beim Auffrischen helfen. Diese sind sogar so genau und detailliert, dass wahrscheinlich selbst Neueinsteiger ohne Probleme der Handlung von "Seventeen Moons" folgen könnten.

Auf langweilige Bürgerkriegsszenarien im ohnehin öden Gatlin haben die Autorinnen diesmal glücklicherweise verzichtet und das Südstaaten-Feeling ist dabei keineswegs verloren gegangen; Kuchenwettbewerbe, Frauenvereinigungen und romantische Jahrmärkte haben es aufrecht erhalten. So hat es mir gut gefallen - quasi ein "Sixteen Moons" ohne die langatmigen Kapitel, die die Spannung immer wieder unterdrückten. Viel mehr Magie, eine dunklere Atmosphäre, dramatischere Entdeckungen, aufregendere Kämpfe und mitreißende Entwicklungen haben den Roman zu einem waschechten Pageturner gemacht. So eine enorme Steigerung zum Vorgänger hätte ich nicht erwartet!

Das Ende hat mir diesmal sehr gut gefallen. Nach der gut durchdachten Handlung hat es die gesamte Geschichte wohl ausklingen lassen. Eine kleine Prise mit Andeutungen auf den Nachfolger "Eightteen Moons" haben dabei richtig Lust auf ein weiteres Abenteuer mit Lena und Ethan gemacht. Der danach folgende Epilog hat mir mein wohliges Gefühl allerdings schnell wieder vertrieben. Was für ein Cliffhanger, wie gemein!

Ethan und Lena sind noch immer das Protagonistenpärchen, dass die Handlung vorantreibt. Im ersten Teil noch ein Herz und eine Seele, müssen die beiden diesmal mit den ersten großen Differenzen umgehen lernen. Die Liebe zwischen Castern und Sterblichen ist gefährlich. Darunter mussten bereits ihre Vorfahren leiden; manche zahlten sogar mit ihrem eigenen Leben. Trotzdem tut Ethan alles, um Lena von ihrem schlechten Gewissen zu befreien und bei ihr zu bleiben. Seine Liebe zu Lena ist zu groß, um sie gehen zu lassen, und deshalb kämpft er noch stärker um sie als in "Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe". Schließlich verbindet die beiden so viel; gemeinsam haben sie alles bisherige überstanden! Außerdem teilen sie alles über "Kelting", die innige Kommunikation über die Gedanken, die eigentlich nicht möglich sein dürfte. Noch nie gab es einen Sterblichen, der Kelting beherrschte. Dieser Gedanke regt selbst Ethan zum Nachdenken an... Da "Seventeen Moons", wie auch "Sixteen Moons", aus Ethans Sicht beschrieben wird, dürfen wir mit ihm mitfiebern und -raten. Einige Kapitel hätte ich jedoch viel lieber aus Lenas Blickwinkel betrachten dürfen.

Im ersten Teil der Reihe war ich von den Nebencharakteren nicht sonderlich überzeugt. Es gab zu viele unwichtige und zu oberflächliche Charaktere, mit denen man nicht recht warm werden konnte. Diesmal jedoch hat sich daran einiges geändert. Garcia und Stohl haben die große Anzahl an Figuren zwar nicht verringert, dafür haben sie sich jedoch einen kleinen Kreis an wichtigen Personen herausgesucht, die quasi in das Scheinwerferlicht rückten und näher beleuchtet wurden. Besonders Lenas Cousine Ridley, ihr Onkel Macon, Ethans verstorbene Mutter Lila und sein bester Freund Link haben die Handlung bedeutend beeinflusst und sind mir dabei ans Herz gewachsen.

Durch Olivia Durand (genannt Liv), eine "Austauschschülerin aus England", kommt nicht nur ein neuer interessanter Charakter in das Geschehen, sondern auch eine heikle Dreiecksgeschichte zwischen ihr, Lena und Ethan. Während Lena sich immer weiter von Ethan distanziert und ihm deutlich zu verstehen gibt, was sie momentan von ihrer Beziehung zu ihm hält, steht Liv stets hinter Ethan und ist ihm in dieser schwierigen Zeit eine große Stütze.

Der Schreibstil ist unverändert: jugendlich, frisch, locker und leicht zu lesen. Wieder einmal ist es dem Duo Garcia-Stohl gelungen, die Geschehnisse so bildhaft zu beschreiben, dass dem Leser ein wunderbares Kopfkino geboten wird.

Cover:
Wie bereits beim Vorgänger, bietet mir dieses Cover zu wenig Individualität in der breiten Masse des Genres - schon wieder ein Mädchengesicht, der typische Untertitel, etc. Immerhin haben sich die Grafiker Mühe gegeben, die Geschichte in das Cover einfließen zu lassen: Lenas mittlerweile goldenen Augen, der Rabe als Symbol der Caster und der Mond. Dafür gibt es ein großes Lob meinerseits!

Fazit:
"Seventeen Moons - Eine unheilvolle Liebe" macht vieles besser als sein Vorgänger "Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe". Das Autorenduo hat auf die vielen langatmigen Südstaaten- und Bürgerkriegs-Szenen verzichtet und stattdessen eine anhaltend spannende Geschichte mit vielen Überraschungen geschrieben. Insgesamt vergebe ich gute 4 Lurche.


♥ Vielen Dank an den cbj-Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥

Über die Autorin:
Kami Garcia und Margaret Stohl kam die Idee zu ihrer „Sixteen Moons-Serie“ während eines gemeinsamen Mittagessens. Auf eine Papierserviette kritzelten sie ihre Gedanken zu einem Roman, der sie beide begeistern würde … und begannen, „Sixteen Moons – Eine unsterbliche Liebe“ zu schreiben. Die Serie stürmte die internationalen Bestsellerlisten, erhielt zahlreiche Preise und wurde in über 20 Länder verkauft. Kami und Margaret leben beide mit ihren Familien im kalifornischen Los Angeles. Mittlerweile schreiben sie nicht mehr auf Papierservietten, sondern auf Computern.

Kommentare:

  1. Ich bin schon so gespannt auf den zweiten Teil - und wollte auch noch gar nicht zu viel wissen, weshalb ich jetzt nur dein Fazit gelesen habe. :D

    Aber wenn der zweite Teil noch besser ist, kann ja eh nichts schief gehen.

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  2. @Lisa: Der zweite Teil ist um WELTEN besser als der erste :)

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  3. Ich hab Sixteen Moons gelesen und fand die Story echt toll. Ich kam aber irgendwie nicht in das Buch rein. War das bei euch auch so?

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  4. Ich kann mich mit der Reihe einfach nicht anfreunden. Ich weiß noch nicht mal so richtig wieso.
    Den zweiten Band habe ich gerade ebenso noch durchgelesen. War aber doch schon zäh.
    Vielleicht ist es einfach nicht meine Welt (:

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