R7S: "Eve & Caleb: In der gelobten Stadt"

© Loewe
"Eve & Caleb: In der gelobten Stadt" von Anna Carey
Loewe // 320 Seiten // Taschenbuch // 8,95€ // 9783785571040

Worum geht's?

Eve und Caleb haben es geschafft: Sie haben die sichere Stadt Califia gefunden. Doch Caleb kann nicht bleiben. Schweren Herzens bringt sich Eve in Califia ein, aber in Gedanken ist sie immer bei ihrer großen Liebe, die sie verwundet zurücklassen musste. Ein sinnloses Opfer, wie sich herausstellt, denn schon bald tauchen die Soldaten des Königs auf und verschleppen Eve in die Stadt aus Sand. Was sie dort über ihre Zukunft erfährt, hätte sie niemals für möglich gehalten. In der Stadt zu bleiben, ist für Eve trotzdem keine Option. Sie muss auf ihr Herz hören und Caleb finden, koste es, was es wolle. Dafür würde sie alles riskieren.

Meine Rezension in sieben Sätzen/Punkten:

  1. Nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, konnte ich mich dank einer Wiederholungsphase schnell wieder im Geschehen zurecht finden.
  2. Im Verlauf der Handlung musste ich leider feststellen, dass der zweite Band dem Schema des ersten Buches folgt: Die Geschichte beginnt vielversprechend, flaut aber dann leider wieder ab und folgt einem Trott, der zwar ganz gut unterhält, aber nicht überzeugt.
  3. Die Protagonistin Eve ist ganz nett und plötzlich vom unsicheren Mädchen zu einer altruistischen jungen Frau geworden ist. Eine bemerkenswerte Entwicklung, der es allerdings an Authentizität fehlt, sodass mich Eve als Protagonistin nicht sonderlich begeistern konnte.
  4. Die Nebencharaktere sind interessant und haben mich neugieriger auf sich gemacht, als es Eve geschafft hat, aber leider hat die Autorin ihr Potenzial nicht genutzt und sie sehr platt gestaltet.
  5. Am meisten hat mich beeindruckt, dass Anna Carey eine Überraschung für Eve dabei hat, die ich so tatsächlich nicht habe kommen sehen.
  6. Ich war enttäuscht von der Umsetzung, denn die Grundidee dieser Trilogie gefällt mir wirklich gut.
  7. Der Schreibstil in drei Worten: durchschnittlich, leicht, flüssig.

Mein Fazit:

„Eve & Caleb: In der gelobten Stadt“ von Anna Carey ist eine mittelmäßige Fortsetzung, die aus den Fehlern des ersten Bandes nichts gelernt hat. Die Geschichte beginnt wieder einmal vielversprechend, doch die anfängliche Begeisterung ebbt rasch ab, denn „In der gelobten Stadt“ verfällt wie auch schon „Wo Licht war“ in einen gewissen Trott. Außer einer gelungenen Überraschung hat die Handlung nur wenig Highlights zu bieten. Ebenso verhält es sich leider auch mit den Charakteren. Insgesamt ist der zweite Band der „Eve & Caleb“-Trilogie jedoch gar nicht so schlecht, wie es sich anhören mag. Der Roman bietet eine nette Geschichte für Zwischendurch, die sich leicht und schnell weglesen lässt und einen durchaus für einen Nachmittag gut unterhalten kann. Eine Dystopie, die unter die Haut geht, erwartet einen in diesem dünnen Büchlein allerdings nicht. Für „Eve & Caleb: In der gelobten Stadt“ vergebe ich schwächelnde drei Lurche.

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