R7S: "Losing it - Alles nicht so einfach"

© Egmont LYX
"Losing it - Alles nicht so einfach" von Cora Carmack
Egmont LYX // 320 Seiten // Klappbroschur // 9,99€ // 9783802593642

Worum geht's?

Bliss Edwards, 22 Jahre, studiert an einer Schauspielschule und steht kurz vor ihrem Abschluss. Im Gegensatz zu ihrer besten Freundin Kelsey, die nichts anbrennen lässt, ist Bliss allerdings noch Jungfrau – und das will sie unbedingt ändern! Am besten noch heute mit einem One-Night-Stand ohne Verpflichtungen. In einer Bar lernt Bliss dann tatsächlich den attraktiven Garrick kennen, der mit ihr gerne mehr als eine Unterhaltung führen würde. Aber im letzten Moment macht Bliss einen Rückzieher. Sie flüchtet aus der Wohnung und lässt Garrick alleine und nackt im Bett zurück. Zum Glück wird Bliss ihn nach diesem peinlichen Zwischenfall nicht mehr wiedersehen… Doch dann steht ausgerechnet Garrick am nächsten Tag wieder vor ihr. Im College, hinter dem Pult - als ihr neuer Dozent.

Meine Rezension in sieben Sätzen/Punkten:

  1. Nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, wurde ich von den typischen „New Adult“-Klischees überrollt und musste mich der Frage stellen: Warum zum Teufel ist es jemandem so wichtig, keine Jungfrau mehr zu sein, wenn derjenige doch partout keinen Sex haben will?
  2. Im Verlauf der Handlung habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt. Manche Dialoge haben mich richtig zum Schmunzeln gebracht, so seltsam waren sie.
  3. Die Protagonistin Bliss ist eine nette Protagonistin, die zwar nicht mit Tiefgründigkeit oder Facettenreichtum punkten kann, dafür aber mit ihrer tollpatschigen Art und ihren lustigen Sprüchen.
  4. Die Nebencharaktere sind nicht allzu anspruchsvoll und spielen ihre klassisch besetzten Rollen: Es gibt eine beste Freundin, die nichts anbrennen lässt (Kelsey), einen attraktiven besten Freund, der sowieso nicht bekommt, was er will (Cade), und den sexy Fremden, der sich für die Protagonistin als verbotene Versuchung entpuppt (Garrick).
  5. Am meisten hat mich beeindruckt, dass mir der Soap-Charakter des Romans tatsächlich gut gefallen hat, denn Bliss bringt sich immer wieder in ulkig-skurrile Szenen, bei denen man einfach Grinsen muss.
  6. Ich war enttäuscht von Cora Carmacks Entscheidung, „Losing it“ nach dem 0815-Handlungsschema verlaufen zu lassen, wo die Handlung doch definitiv Ausbaupotenzial gehabt hätte.
  7. Der Schreibstil in drei Worten: locker, flockig, leicht.

Mein Fazit:

„Losing it“ von Cora Carmack ist ein typischer „New Adult“-Roman, der Fans des Genres gut unterhalten kann. Zwar bietet die Geschichte um die 22-jährige Schauspielstudentin Bliss, die sich ausgerechnet in ihren neuen Dozenten verliebt, bis auf das Theater-Setting nur wenig Neues, aber dafür sorgt die tollpatschige Protagonistin für eine Menge lustiger Momente. In „Losing it“ wird es so manches Mal so ulkig und seltsam, dass man gar nicht anders kann, als schmunzelnd an den Seiten zu kleben. Lesestunden, in denen man herrlichen abschalten kann, bietet Cora Carmacks Reihenauftakt definitiv, aber besonders herausragend ist das Buch in dem Genre nicht. Die Charaktere und der Handlungsverlauf bleiben bis zum Schluss klischeehaft und warten nicht mit überraschenden Wendungen auf, obwohl die Geschichte durchaus Potenzial für mehr gehabt hätte. Für „Losing it“ vergebe ich drei Lurche.

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