R7S: "Die Tribute von Panem - Flammender Zorn"

© Oetinger
"Die Tribute von Panem - Flammender Zorn" von Suzanne Collins
Oetinger // 432 Seiten // gebunden // 18,95€ // 9783789132209

Worum geht's?

Der Kampf gegen die Herrschaft des Kapitols beginnt! Den Rebellen ist es gelungen, die schwer verletzte Katniss aus der Arena der 75. Hungerspiele zu befreien und sie nach Distrikt 13 zu bringen, doch Peeta ist dem Kapitol in die Hände gefallen. Katniss ist am Boden zerstört, aber zum Verzweifeln bleibt ihr keine Zeit: Die Rebellen erwarten von ihr, dass sie ihre Rolle als Rebellionsführerin einnimmt und die anderen Distrikte davon überzeugt, sich ihnen anzuschließen. Sie ist das Mädchen, das in Flammen stand, der Spotttölpel - das Gesicht im Kampf gegen das Kapitol. Katniss gibt ihr Möglichstes, aber seit Präsident Snow ihr seine Überraschungen für sie gezeigt hat, ist sie ist innerlich gebrochen. Wird Katniss dieser schweren Aufgabe gewachsen sein? Denn wenn der Spotttölpel fällt, fällt mit ihm die gesamte Rebellion ...

Meine Rezension in sieben Sätzen/Punkten:

  1. Nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, spürte ich es bereits deutlich: dieser Abschluss wird anders als die Vorgänger!
  2. Im Verlauf der Handlung gab es ein paar Höhen und Tiefen, trotzdem konnte mich die Geschichte wieder vollständig in ihren Bann ziehen und begeistert an den Seiten kleben lassen.
  3. Die Protagonistin Katniss ist ausnahmsweise mal nicht die typische starke Hauptfigur, sondern ein gebrochenes Mädchen, das nach allem, was es erlebt hat, erst seinen Weg zurück ins Leben finden muss.
  4. Die Nebencharaktere sind alle dem Risiko ausgesetzt, innerhalb der nächsten Seiten zu sterben, und haben mich berührt und bewegt, sodass ich mir beim Lesen das ein oder andere Tränchen kaum verkneifen konnte.
  5. Am meisten hat mich beeindruckt, dass Suzanne Collins mit dem letzten Band ihrer Trilogie noch einmal eine ganz neue, noch schockierendere Wendung einschlägt und die bitterkalte und grausame Atmosphäre mir eine Gänsehaut bereiten konnte.
  6. Weniger gut gefallen hat mir das Ende der Geschichte. Zwar hat die Autorin keine Fragen offen gelassen und jeden einzelnen Handlungsstrang gelungen zu Ende geführt, aber trotzdem hinterließen die letzten Seiten einen bitteren Beigeschmack, mit dem ich nicht 100% zufrieden bin.
  7. Der Schreibstil in drei Worten: präzise, bildstark, eindringlich.

Mein Fazit:

„Flammender Zorn“, der Abschluss der „Panem“-Trilogie von Suzanne Collins, hat mich fasziniert und schockiert, berührt und bewegt, gefesselt und begeistert. Die Autorin lässt eine neue Atmosphäre aufleben, die auf die Leser noch mitreißender wirkt, doch das fordert seine Opfer: Viele der liebgewonnen Charaktere, die in diesem Band noch mehr von sich zeigen konnten, lassen für die Rebellion ihr Leben. Dramatik, Tragik und Spannung ziehen sich durch den gesamten Roman und übertrumpfen sich gegenseitig, bis sie in einem großartigen Finale schließlich verschmelzen. Der Epilog allerdings ließ mich mit gemischten Gefühlen zurück. „Die Tribute von Panem – Flammender Zorn“ reicht für mich zwar nicht ganz an den Auftakt „Tödliche Spiele“ heran, ist aber nichtsdestotrotz ein mehr als gelungener Reihenabschluss, der definitiv ins Lieblingsbuch-Regal gehört. Ich vergebe schwache 5 Lurche.

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