R7S: "Zwei fürs Leben"

© Ullstein

Infos zum Buch

Titel: Zwei fürs Leben
AutorIn: Julia Hanel
Verlag: Ullstein
Seitenzahl: 304
Preis: 8,99€
Ausstattung: Taschenbuch
ISBN: 9783548286723

Worum geht's?

Als Anni nach einem schweren Unfall im Krankenhaus erwacht, hört sie eine fremde Stimme in ihrem Kopf. Sie gehört zu Ben, einem jungen Architekten, der behauptet, im Koma zu liegen und ihre Gedanken zu hören. Anni ist skeptisch. Doch am nächsten Tag ist Bens Stimme wieder in ihrem Kopf. Und am übernächsten auch. Schon bald werden die Gespräche mit Ben, die mal witzig und mal nachdenklich sind, zum Höhepunkt ihres Tages. Obwohl sie einander noch nie gesehen haben, kommen sich Anni und Ben immer näher. Zu nah, denn beide sind in festen Beziehungen. Trotzdem lässt sie die Stimme des anderen nicht mehr los, und Anni beginnt sich zu fragen, ob man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben kann ... (Quelle: Ullstein)

Meine Rezension in sieben Sätzen/Punkten:

  1. Nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, war mir klar: An diesem Buch werde ich nicht lange lesen. Der leichte Schreibstil und die vielen Dialoge lassen einen in Windeseile durch die Seiten fliegen.
  2. Im Verlauf der Handlung blieb die Geschichte unterhaltend, für meinen Geschmack jedoch zu einfach gestrickt, zu vorhersehbar und häufig einen Tick zu kitschig.
  3. Die Protagonisten Annie und Ben sind durch ihre Schicksale als Komapatienten miteinander verbunden und können die Gedanken des jeweils anderen hören. Annie und Ben passen gut zusammen und geben ein sympathisches Duo ab, das mich aber nachhaltig nicht beeindrucken konnte.
  4. Die Nebencharaktere sind an einer Hand abzählbar und bringen kaum charakterliche Stärken mit. Vielmehr sind sie kleinere, für die Handlung gebrauchte Rollenspieler, die Annie und Ben nicht aus dem Scheinwerferlicht der Geschichte rücken lassen.
  5. Am meisten hat mich beeindruckt, welch zügiges Tempo die Geschichte vorlegt, ohne dabei zu überstürzt zu wirken. "Zwei fürs Leben" lässt sich durchaus an nur einem Abend durchlesen.
  6. Enttäuscht hat mich tatsächlich das Ende der Geschichte. Denn obwohl ich nicht leugnen kann, überrascht gewesen zu sein, war ich von dem Witz des Twists schwer enttäuscht.
  7. Der Schreibstil in drei Worten: einfach, locker, frei.

Mein Fazit:

"Zwei fürs Leben" von Julia Hanel ist eine solide Liebesgeschichte, die ihre Leser für einige kurze Stunden unterhalten kann - nicht mehr, nicht weniger. Mit einer interessanten Idee, netten Charakteren und einem leichten Schreibstil lässt sich der Roman schnell von der Hand lesen. Im Kopf bleibt "Zwei fürs Leben" allerdings nicht. Dafür blieben mir die Charaktere zu blass und die Geschichte zu vorhersehbar. Zwar war die Auflösung der Handlung für mich eine Überraschung, aber Begeisterung hat diese nicht in mir ausgelöst. Alles in allem ist "Zwei fürs Leben" ein netter Roman, den ich vor allem als Lektüre für einen Kurzurlaub empfehlen kann. Für "Zwei fürs Leben" vergebe ich schwache 3 Lurche.

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