Rezension: "Eversea - Ein einziger Moment"

Natasha Boyd // Henriette Zeltner // Egmont LYX // 352 Seiten // Taschenbuch // 9,99€ // 9783802597435 // Zum Fazit?

Worum geht's?

Keri Ann kann es nicht fassen, als eines Abends der weltberühmte Schauspieler Jack Eversea vor ihr steht. Ausgerechnet im stillen und bescheidenen Örtchen Butler Cove sucht er nach Ruhe vor dem Scheinwerferlicht und all den Paparazzi, die ihn regelrecht belagern, seit seine Filmpartnerin und Freundin ihn ausgerechnet mit ihrem Regisseur betrogen hat. Durch seine Begegnung mit Keri Ann droht sein Versteck aufzufliegen, doch die junge Kellnerin und unterstützt Jack sogar. Je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto deutlicher wird den beiden die starke Anziehung zwischen ihnen, die sie immer näher zueinander treibt. Aber Keri Ann weiß, dass eine Beziehung niemals funktionieren würde. Die Kellnerin und der Hollywood-Star – solche Geschichten gibt es doch nur im Märchen…

Meine Meinung:

Na, genug von all den Bad Boys, aber noch lange nicht genug von New Adult? Dann schnapp dir „Eversea – Ein einziger Moment“, den ersten Band der „Eversea“-Dilogie von Natasha Boyd, und stürze dich zusammen mit Protagonistin Keri Ann in ein romantisch-schönes Liebesabenteuer mit Jack Eversea, dem wohl attraktivsten und liebenswertesten Schauspieler, den die Buchwelt zu bieten hat!

„Eversea – Ein einziger Moment“ ist ein leichter, sanfter, süßer New Adult-Roman, der frischen Wind in das Genre bringt, ohne das Rad neu zu erfinden. Man bekommt genau das geboten, was man sich von einem Liebesroman erhofft, und tatsächlich noch ein wenig mehr: Kaum hat man die ersten Seiten von „Eversea“ gelesen, kann man sich dem Sog der Geschichte nicht mehr entziehen. Man spürt sofort, dass man ein Buch zum Träumen in den Händen hält, ein Buch zum Mitfiebern und Mitschwärmen, zum Abschalten und Eintauchen.

Dass Natasha Boyd größeren Wert auf Gefühle als auf ein festes Genre-Schema legt, liest man schnell heraus. Man wird weder von problembeladenen Charakteren begrüßt noch fallen sich Keri Ann und Jack gleich nach der ersten Begegnung um den Hals. Natürlich haben die Charaktere mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen und selbstverständlich ist da eine gewisse Anziehung zwischen ihnen, aber Natasha Boyd gibt ihnen die Zeit, die sie brauchen, um sich auf eine authentische und realistische Weise zu entwickeln, kennen zu lernen und zu verlieben.

Sowohl Keri Ann, die als Protagonistin und Erzählerin ganz im Fokus der Geschichte steht, als auch Jack Eversea, den flüchtigen Superstar, habe ich auf Anhieb in mein Herz geschlossen. Sie beide sind Figuren, die einen mit ihren sympathischen Persönlichkeiten, ihren süßen Interaktionen und spritzigen Dialogen zum Lächeln bringen. Es macht unheimlich viel Spaß sie dabei zu beobachten, wie sie miteinander umgehen und Stück für Stück näher an einander rücken, wie sie einander bei ihren gänzlich unterschiedlichen Problemen unterstützen und sich dabei auch selbst besser kennenlernen. Die Liebesgeschichte von Keri Ann und Jack bringt Herzen von Romantikfans ganz gewiss zum Höherschlagen: ein wenig kitschig, ein wenig schnulzig, aber vor allem märchenhaft schön.

So gut mir „Eversea – Ein einziger Moment“ lange Zeit gefallen hat, so schade fand ich die Entwicklung, die der Roman im letzten Drittel vollzogen hat. Die zauberhafte Strandatmosphäre des Örtchens Butler Cove hat mehr und mehr nachgelassen und ist einer melodramatischen Stimmung gewichen, wie man sie aus einer mittelmäßigen Daily Soap kennt. Plötzlich ist das stereotype New Adult-Drama, auf das die Autorin vorher so gut verzichten konnte, in jeder Faser der Geschichte. Hier hätte Natasha Boyd wirklich mehr aus „Eversea“ herausholen können! Trotz der zum Ende schwächelnden Handlung habe ich „Eversea – Ein einziger Moment“ sehr gerne gelesen, weshalb ich auch definitiv zur Fortsetzung greifen werde. Dann aber bitte wieder in alter Stärke, Frau Boyd!

Fazit:

„Märchenhaft“ und „zum Träumen“, wie es unter dem Klappentext beschrieben steht, ist „Eversea – Ein einziger Moment“ von Natasha Boyd absolut. Die Liebesgeschichte der jungen Kellnerin Keri Ann und dem Schauspieler Jack Eversea ist die perfekte Lektüre für Schmetterlinge im Bauch und liest sich sicherlich viel herzergreifender, wenn man das Buch vor einer Strandkulisse wie der des Städtchens Butler Cove genießen kann. Für alle Liebesroman- und New Adult-Fans ist der erste Band der „Eversea“-Dilogie definitiv ein Must Read. Romantisch und zum Schwärmen schön! Leider entwickelt sich die Geschichte zum Ende hin viel „soapiger“, als sie beginnt, und büßt dafür an Atmosphäre ein. Dem Lesespaß tut dies aber keinen Abbruch und somit vergebe ich voller Vorfreude auf den zweiten Band 4 Lurche.

Über die Autorin:

Bevor Natasha Boyd mit dem Schreiben begann, hat sie in den Marketing- und Presseabteilungen verschiedener Firmen gearbeitet. Sie besitzt einen Uniabschluss in Psychologie und lebt im Lowcountry an der Küste South Carolinas. Sie hat einen Ehemann, zwei Söhne und eine Katze namens Tuna. Eversea ist ihr erster Roman.

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