Warum bin ich eigentlich BUCHBlogger?


Ich muss mal Dampf ablassen. Und nein, der heiß diskutierte Beitrag der FAZ zur ersten LitBlogConvention ist daran nicht schuld: Dass die hach-so-professionellen Journalisten es sich nicht nehmen lassen würden, nach der LBC ordentlich Blogger-Bashing zu betreiben, um ihre Wichtigkeit zu untermauern, war schließlich abzusehen. Und hier muss man einfach mal sagen: Die Klügeren geben nach. Saskia von Who is Kafka? hat sich dazu schon ganz wunderbar geäußert. Ganz egal, wie oft man es dem Feuilleton auch zu erklären versucht, sie wollen eben nicht verstehen, dass Blogger ihnen gar nichts Böses wollen. Sie wollen nicht einsehen, dass wir bloß der Motivation folgen, die sie selbst schon lange aus den Augen verloren haben:

Wir schreiben aus Liebe zum Buch.


Die Liebe zum bedruckten, raschelnden Papier; die Leidenschaft für Geschichten, die mich zum Lachen und Weinen bringen; der Wunsch nach einem Austausch, der mich neue Herzensbücher und Bücherfreunde finden lässt. Das sind die Gründe, die mich zum Bloggen antreiben. Die mich dazu antreiben, ein Buch nach der letzten Seite nicht einfach ins Regal zu stellen, sondern über Stunden an meiner Rezension zu feilen, das Buch abzulichten, meine Meinung auf verschiedenen Kanälen zu streuen und mich in sozialen Netzwerken herumzutreiben, um möglichst viele Buchliebhaber zu erreichen. Das läuft nicht „mal eben so“. Es kostet Zeit, die neben Job und Studium ohnehin schon Mangelware ist. Aber ich investiere sie gerne. Weil ich für das brenne, was ich tue, und jeder Kommentar, jeder Daumen, jedes Herz für mich die schönste Bezahlung ist.

Und dennoch ertappe ich mich dabei, wie ich mich in der letzten Zeit immer wieder fragen muss: Warum bin ich eigentlich Buchblogger? Für mich ist das ganz klar: Weil ich Bücher liebe. Weder für Verlage noch für den Buchhandel scheint das allerdings ein Grund zu sein, um gemeinsam Aktionen zu planen. Dabei sind sie neuerdings (typisch Branche trotzdem sehr spät) alle ganz wild darauf, Blogger-Kooperationen einzugehen. Die begehrten Blogger gehen aber meist einem ganz anderen Hobby nach. Sie sind durch Beauty und Fashion bekannt geworden, eine Branche, die selbstverständlich eine viel größere Zielgruppe anspricht. Ullstein versendet schicke „Calender Girl“-Päckchen an Beautyblogger und in der Bücher-WG von Thalia „wohnen“ Blogger, die ihren Ruhm in erster Linie nicht Büchern zu verdanken haben. Ich möchte den Beteiligten überhaupt nicht unterstellen, dass sie nicht gerne lesen. Ich möchte der Branche allerdings gerne unterstellen, dass sie sich gerne ins gemachte Nest setzt.

Reichweite geht über Leidenschaft


Dass Beauty/Fashion-Blogger so eine große Reichweite haben, hängt nicht nur mit dem „attraktiveren“ Thema zusammen, mit dem sie sich beschäftigen. Sie wurden und werden von ihrer Branche seit jeher ernster genommen, mit dem nötigen Respekt behandelt und gepusht und beworben, was das Zeug hält. Die Marketing- und PR-Abteilungen haben den Nutzen von Bloggern früh erkannt und vom Geben und Nehmen profitiert: Sie erhalten authentische Produktvorstellungen so zielgruppennah wie bloß möglich, dafür werben sie mit Bloggern. Die Blogger wiederum werden bekannter, wodurch die Reichweite weiter wächst – eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Und was hat die Buchbranche getan? Das, was sie so gut kann: Sie hat mal wieder verschlafen und den Anschluss verpasst.

Ich erinnere mich noch, wie ich zu Beginn meiner Bloggerzeit auf einer der ersten Veranstaltungen eines Verlags für Blogger war und ein Mitarbeiter verlauten ließ: „Ich dachte, ich würde hier eine Gruppe von gesetzten Hausfrauen antreffen, aber Sie sind ja alle noch so jung!“. Tja, falsch gedacht. Hinter den mysteriösen Buchbloggern stecken also tatsächlich hochmotivierte Leser, die aus Liebe zum Lesen handeln – und nicht, weil der Staub in der Wohnung ja längst aufgewischt ist und sich Langeweile im trauten Heim anbahnt. Bis heute hat sich sehr viel verändert: Blogger-Treffen auf den Buchmessen sind erfreulicherweise Gang und Gebe geworden, Verlage vergeben gerne kostenfreie Rezensionsexemplare und sind für Bloggeraktionen jeglicher Art offener geworden. Trotzdem besteht noch immer viel Luft nach oben. Ab und an trifft man mal eine geteilte Rezension auf Facebook, aber von einem gegenseitigen Pushen kann kaum die Rede sein.

Verlage sind auf der richtigen Spur, der Buchhandel bleibt ignorant


Ich möchte die Verlage nicht verallgemeinern. Viele tun, was sie können, stecken trotz fehlender Manpower sehr viel Leidenschaft in ihre (Buch)Blogger-Relations. Die eingangs erwähnte LBC, die von den Kölner Verlagen Egmont, Bastei Lübbe, Kiepenheuer & Witsch und Dumont organisiert wurde, ist das perfekte Beispiel dafür. Auch Carlsen weiß seine Buchblogger zu schätzen, plant tolle Aktionen und stellt engagierte Blogger auf dem eigenen Verlagsblog vor. Hier fühlt man sich gut aufgehoben, denn man spürt, dass die (man muss es mal betonen: kostenfreie!) Arbeit geschätzt wird.

Viel schwieriger, als es die Verlage sind, ist allerdings der Buchhandel, von dem man als Buchblogger ohnehin keine Unterstützung erwarten kann. Davon sind die wenigen kleinen, privat geführten Buchhandlungen, die mit Blogger-Schaufenstern und ähnlichen Aktionen arbeiten, ganz klar ausgenommen. Von ihnen finden sich in ganz Deutschland aber nur wenige. Die großen Filialisten scheinen Buchblogger noch immer müde zu belächeln und die unzähligen Rezensionen, die sich dank uns im Netz tummeln, als unwichtig und nicht verkaufsfördernd zu bewerten. Die Blogger, ja, ganz süß, was die da im Internet machen (aber gehen sie uns durch die kostenfreien Rezensionsexemplare nicht auch als Käufer verloren?! So ein Teufelszeug, diese Blogs!). Klar – eine riesengroße Reichweite haben wir nicht vorzuweisen. Aber nur für Mama, Oma und Onkel schreiben wir nicht. Wie soll sich die Reichweite auch entwickeln, wenn man sich nicht gegenseitig bewirbt, sich nicht aufeinander einlässt?

Mittlerweile haben sowohl Verlage als auch der Handel kapiert: Durch Blogger kann man tatsächlich etwas bewegen. Doch statt nun auf jene Blogger zurückzugreifen, die für die eigene Branche bloggen, und etwas aufzubauen, was im Grunde für beide Seiten bloß förderlich sein kann, greift man auf die Blogger zurück, die schon eine beträchtliche Reichweite vorzuweisen haben. Da man mal wieder viel zu lang geschlafen hat, gilt es nun natürlich die verlorene Zeit in Windeseile aufzuholen. Die Buchblogger bleiben dabei auf der Strecke. Seht ihr das ähnlich? Schlussendlich sind wir wahrscheinlich wirklich zu flauschig. Herzblut und Leidenschaft scheinen nicht den gleichen Stellenwert zu haben wie eine gekaufte Meinung, denn seien wir nun mal ehrlich: Dass Fashion- und Beautyblogger für ihre Kooperationen ordentlich absahnen können, ist wirklich kein Geheimnis. Wir dagegen freuen uns über Likes, geteilte Beiträge, und ein „Danke dir für die Empfehlung, ich habe es gleich gekauft!“ ist für uns die schönste Bezahlung. Schade, dass eine solche Einstellung gleich den Wert der eigenen Arbeit nichtig macht.

In diesem Sinne ...


Liebe Verlage, lieber Buchhandel: Wir freuen uns über weitere Veranstaltungen wie die LBC, über Blogger-Events und exklusive Kooperationen. Wie wäre es denn mal mit einer Einladung zu einer Vertreterkonferenz? Oder über einen Blogger-Tag in einer Buchhandlung, in der Blogger die Buchhändler auf der Fläche beim Beraten unterstützen? Wir haben viele Ideen für euch parat. Mal schauen, wann ihr sie zu schätzen lernt. Vielleicht müssen wir dazu erst die Branche wechseln.

Kommentare:

  1. Auch auf die Gefahr hin, jetzt undankbar und böse zu klingen, aber ich finde es tatsächlich vor allem etwas respektlos uns "gewöhnlichen" Buchbloggern gegenüber, wenn Verlage (!) lieber auf die Reichweite von branchenfremden Bloggern setzen, statt die brancheneigenen Blogger zu unterstützen, die bereits jahrelang aus reiner Leidenschaft Werbung die Bücher von diesem (und anderen) Verlag machen. Das macht mich jedes Mal ziemlich traurig, denn wie sollen wir überhaupt an Reichweite bekommen, wenn wir nicht mal die Chance dazu bekommen? Aber nun gut, so scheint es eben zu sein. Ich würde mir zumindest wünschen, dass sich das noch in Zukunft etwas bessert. Und eben die zwei von dir genannten Beispiele - Ullstein & Thalia - sind mir in letzter Zeit auch eher negativ aufgefallen.

    Aber letztendlich sind wir ja Buchblogger geworden, weil wir über Bücher schreiben wollen - da werden uns solche Sachen hoffentlich nicht davon abbringen lassen. :-)

    Liebe Grüße und danke für deinen Post!
    Jess

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    1. Liebe Jess,

      natürlich lassen wir es uns deshalb nicht nehmen, über Bücher zu bloggen! ;) Aber schön, dass du das ganze Thema ähnlich siehst. Ich finde nicht, dass du undankbar oder böse klingst (aber die Sorge hatte ich auch, als ich den Beitrag geschrieben habe!). Es ist wirklich schade, dass die brancheneigenen Blogger "übergangen" werden, aber bei den Verlagen habe ich noch Hoffnung. Da hat sich in den letzten Jahren viel getan. Beim Buchhandel dagegen bin ich eher skeptisch. Warum sollten sie auch ausgerechnet uns unterstützen? Wie ja bekannt ist, kaufen Buchblogger überhaupt gar keine Bücher ... Ironie aus. ;)

      Liebe Grüße zurück - danke an DICH für dein Feedback!

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  2. Ein ganz kurzer Kommentar von mir, denn ich mag mich nicht weiter über die dummen Zeitungsmenschen aufregen: Ein toller Post. Ich habe ihn so gerne gelesen und kann jedes deiner Worte nur so unterschreiben. ♥ Ich hoffe, dass sich in nächster Zeit noch ganz viel für uns Blogger tun wird. Da drücke ich uns allen die Daumen.

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    1. Liebste Julia,

      ich danke dir für deinen Kommentar! ♥ Ich drücke fleißig mit die Däumchen. ;)

      Liebe Grüße!

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  3. Du sprichst mir aus der Seele. Das ist momentan eine der Sachen, die mich beschäftigen in Bezug aufs Bloggen und was mich auch irgendwie beim Buchbloggen blockiert. Ich könnte mich da ewig drüber aufregen, warum so viele Verlags- und Buchhandelsmenschen uns noch so stiefmütterlich behandeln. Klar. Wandel kommt nicht über Nacht. Aber ich glaube, dass sich mit Leidenschaft und auch viel Arbeitsschweiß, diese Community noch außerordentlich und auch massentauglich entwickeln kann. Vorausgesetzt man erkennt das und gibt sich gegenseitig Chancen und Möglichkeiten zum Dialog.

    Ich hab deinen Beitrag gerne gelesen und hoffe, dass erwähnte Menschen diesen auch lesen und sickern lassen!

    Liebste Grüße
    Rebecca

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    1. Liebe Rebecca,

      absolut! Die Community ist so großartig und wächst stetig. Es gibt so viele talentierte und kreative Blogger und Vlogger, die es verdient hätten, für ihre Leistung belohnt und in größere Aktionen eingebunden zu werden. Es ist schon deprimierend, wenn man so viel Herzblut in ein Projekt wie einen Buchblog steckt, dann aber trotzdem so stiefmütterlich behandelt wird. Vor allem: Alle schreien auf, wenn es um die Bezahlung von Buchbloggern geht. Das verstehe ich sogar - ich bin auch dagegen. Aber Beautyblogger sind okay? Wenn man sich dann immerhin die Anerkennung wünscht, wird man nur müde belächelt. Das ist mir alles sehr paradox!

      Liebe Grüße und danke dir für dein Feedback!

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  4. Der Post ist wahnsinnig toll geworden, Simone & Lurchi! Auf den Punkt gebracht und man spürt da richtig die herzliche Ansprache heraus :-) Kann ich genau so unterschreiben, danke dafür!

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    1. Danke DIR für deine Zustimmung, liebe Tanja! :)

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  5. Wow, welch wahre Worte! Dachte schon, ich lese meine eigenen Gedanken ;D
    Hoffentlich lesen deinen Post mal die richtigen Leute und es tut sich was. Eigentlich wollte ich mich über Zeitungsmenschen nicht mehr aufregen. Jetzt tue ich es doch innerlich.
    Auf jeden Fall hast du einen wunderbaren Post verfasst den ich so unterschreiben würde!
    Liebe Grüße
    Kathi

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    1. Liebe Kathi,

      ich danke dir vielmals für deine Rückmeldung! Ich bin ganz überwältigt, dass der Beitrag so viel Zuspruch findet. Vielleicht kommt er ja wirklich bei dem einen oder anderen an, der etwas ändern könnte. Drücken wir die Daumen!

      Grüß dich lieb!

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  6. Hier kann ich auch nur zustimmend nicken! Du triffst den Nagel auf den Kopf und ich hoffe, dass deinen Beitrag auch noch andere lesen werden (Buchhändler und Verlagsmitarbeiter) und vielleicht, ganz vielleicht ändert sich daran mal was. :) Es geht mir dabei gar nicht um irgendeine Form der Bezahlung, sondern wirklich um Anerkennung und Zusammenarbeit! Ich denke, wir könnten viel erreichen, dass für das Buch wichtig ist, wenn alle am selben Strang ziehen. Dazu zählen auch die "Zeitungsmenschen", auch wenn die sich immer wieder selber ins Aus schießen... leider. :(

    Danke für den ausführlichen Artikel!

    Alles Liebe,
    Anna

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    1. Liebe Anna,

      hab lieben Dank für dein Feedback! Du schreibst mir ebenfalls aus der Seele! Ich möchte für meine Beiträge ebenfalls keine Bezahlung erhalten - zumindest nicht in Form eines Plus auf meinem Konto. Anerkennung und Respekt sind "Bezahlung" genug. Man könnte gemeinsam so viel erreichen, wäre da nicht der falsche Stolz mancher Buchmenschen!

      Liebe Grüße!

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  7. Ein toller Beitrag!
    Vielleicht wacht die Branche ja doch noch auf, es dauert ja leider immer etwas.^^

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    1. Liebste Effi,

      ... und wenn sie nicht gestorben sind, dann schlafen sie noch heute...? ;P

      Grüß dich lieb!

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  8. Toller Beitrag und das meiste kann ich so unterschreiben. Auch ich würde mir manchmal mehr Unterstützung/Wertschätzung wünschen und habe mich daher außerordentlich gefreut als ein Verlag mich kürzlich um Erlaubnis bat einen Ausschnitt aus meiner Rezension für Werbezwecke nutzen zu dürfen.

    Ich ärgere mich bis heute über die Youtuber, die für das Fan-Event zu Margos Spuren in Berlin ausgewählt wurden, und alles andere als einen guten Job gemacht haben. Dafür wurden sie selbst fast mehr gefeiert als der Autor, zumindest dem Gekreische nach zu urteilen >.<

    Aber zu deinem einen Beispiel: Das mit der Unterstützung bei der Beratung stelle ich mir sehr, sehr schwierig vor. Ich arbeite ja selbst im Buchhandel und warte jedes Mal sehnsüchtig auf einen Kunden, der überhaupt Interesse an einer Beratung hat. Das ist nämlich leider längst nicht bei allen Kunden der Fall. Und wir Buchhändler lesen ja auch reichlich Bücher, die wir gern weiterempfehlen würden.

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    1. Liebe Stephie,

      danke dir für dein Feedback - und zu allererst: Glückwunsch zu deiner so erfolgreichen Rezension! Bei deinen tollen Beiträgen, die ich selbst immer sehr gerne lese, wundert es mich gar nicht, dass du gefragt wurdest! ♥

      Das mit den Youtubern kann ich sehr gut verstehen. Aber wie gesagt: Reichweite über Leidenschaft ... :/

      Deine Kritik an meinem Beispiel kann ich gut verstehen. Sicherlich könnte das schwierig werden, eben genau aufgrund der Punkte, die du ansprichst. Es war auch bloß eine fixe Idee von mir - und wäre es nicht wenigstens mal einen Versuch wert? Und wenn die Aktion nur viele Blogger in den Buchladen bringt: Wir alle shoppen gerne, weniger Umsatz würde man an dem Tag daher bestimmt nicht machen. ;)

      Liebe Grüße!

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    2. Vielen Dank für das Kompliment! Deine Beiträge lese ich auch immer sehr gern.

      'Und wenn die Aktion nur viele Blogger in den Buchladen bringt: Wir alle shoppen gerne, weniger Umsatz würde man an dem Tag daher bestimmt nicht machen.' <- Das stimmt definitiv! Und prinzipiell gibt es sicher viele andere Möglichkeiten, die erfolgversprechender sind, das mit den Empfehlungen und Schaufenstern zum Beispiel, wie man es bei kleinen Buchhandlungen ja auch schon sehen kann :)

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    3. Na klar, es gibt so viele Möglichkeiten und Chancen - dafür müsste man aber erst einmal offen für den Dialog sein. Ich hoffe sehr, dass der Buchhandel die gleiche Spur einschlagen wird wie die Verlage. Zusammen könnte man so viel mehr erreichen! Seltsam, aber wahr: Die kleinen Buchhandlungen sind den großen in dieser Hinsicht bereits voraus.

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  9. Dem ist nichts hinzuzufügen :) toller Beitrag <3

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    1. Ich danke dir! Vielen lieben Dank für dein Feedback! ♥

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  10. Sehr gewählt und durchdacht geschrieben! Hut ab! LG Verena

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    1. Danke dir, Verena! Das freut mich riesig!

      Liebe Grüße auch an dich!

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  11. Du weißt ja: das sehe ich genauso und finde es wirklich schade, dass man sich jetzt "ins gemachte Nest" setzen möchte :( bzw sogar schon gesetzt hat. Vielleicht kann das die Branche ja etwas aufrütteln.

    Beste Grüße
    Charlousie

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    1. Liebste Charlie,

      ich danke dir für dein Feedback - du weißt, ohne dich gäbe es diesen Beitrag nicht! ;) Ich glaube nicht dran, dass sich die Branche durch so einen kleinen "Bloggeraufschrei" aufwecken lässt - dafür hält sie wohl doch im Großen und Ganzen zu wenig von uns. Aber wenn bei der nächsten Aktionsplanung vielleicht doch ein paar Blogger und BookTuber mehr beachtet werden, dann haben wir ja schon einen Schritt getan!

      Liebe Grüße,
      Simone

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  12. Huhu Simone!

    Leider - man muss ja irgendwie leider sagen, weils eben schade ist, dass es wahr ist - ein sehr guter und ehrlicher Beitrag von dir!
    Gerade, dass sich diverse Verlage häufig "brachenfremder" Blogger bedienen ist mir in letzter Zeit auch das ein oder anderen mal aufgefallen und ich kann das auch nicht verstehen. Ja, die Reichweite ist vielleicht höher, aber zumindest bei dem Feedback was ich mitbekommen habe, schwappte nicht mal annähernd etwas Begeisterung rüber. Ob das also so viel besser ist?

    Dennoch habe ich den Eindruck, dass die Branche insgesamt auf einen besseren Weg ist. Mal sehen, was sich noch tun wird :) Aber auch ich wünschte mir, dass wir Buchblogger mehr wertgeschätzt würden.

    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Liebe Nicole,

      danke dir für dein Feedback! Ich dachte schon, ich wäre die einzige, der das mit den "branchenfremden Bloggern" auffällt ... Aber offensichtlich hat es bloß niemand erwähnen wollen. Ich bin sehr erleichtert, dass so viele es ebenso sehen!

      Ich habe auch den Eindruck, dass es in der Branche besser wird - zumindest bei den Verlagen. Der Buchhandel muss noch ordentlich nachrücken. Es wird Zeit!

      Liebe Grüße!

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  13. Liebe Simone,
    wenn ich einen "Mutti-Blog", einen "Koch-Blog", oder einen "Produkt-Blog" verfolge und zwischen 100 Beiträgen mal ein Buch beworben wird, dann schaue ich mir diesen Beitrag gar nicht an, denn oftmals ist es ein: ,,Schaut mal, was ich hier für ein Buch mit einem süßen Cover habe, die Geschichte war toll."
    Das nehme ich eh nicht ernst.

    LG,
    Bücherfee

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    1. Liebe Bücherfee,

      das glaube ich dir, ich würde es ebenfalls nicht ernst nehmen. Aber als Buchblogger fehlt uns da vielleicht die "Außensicht". Vielleicht sehen das die Leser der Blogs ja anders?

      Liebe Grüße!

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  14. Hallo Simone,
    auch wenn ich mich zur Riege der "gesetzten Hausfrauen" zähle, die gerne auch mal bloggt, wenn der Staub noch nicht aufgewischt ist und Langeweile eher ein Fremdwort für mich ist, kann ich deinen Post so unterschreiben :-) Vielleicht ist die Reichweite z.B. bei Beauty-Blogs ja auch höher, weil diese sich auch untereinander ein bisschen mehr pushen, als es unter Buch-Bloggern üblich ist? Ob ich allerdings als Verlag einen eher nichtssagenden Buch-Tipp zwischen Mascara und Nagellack als besonders verkaufsfördernd ansehen würde - keine Ahnung. Aber wenn ich so recht darüber nachdenke, habe ich von meiner Apotheke schon mehr "Werbegeschenke" wie z.B. einen Kalender bekommen, als von den Verlagen, für die ich ja durchaus auch Werbung mache, da gab es in den letzten Jahren noch nicht mal einen Kalender :-)

    LG
    Tina

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    1. Liebe Tina,

      findest du denn, dass sich Buchblogger so wenig pushen? Ja, sicherlich könnte man mehr Aktionen untereinander planen, Anka zum Beispiel macht da ja schon recht viel. Aber für das "Reichweitenproblem", denke ich, ist die Branche schon klar der Auslöser. Wenn Blogger nur von Bloggern gelesen werden, kann sich darüber hinaus ja nichts entwickeln. Da muss mehr Initiative her!

      Das mit der Apotheke ist übrigens ein süßes Beispiel, aber hier muss man die Verlage vielleicht doch etwas in Schutz nehmen: Sie haben ganz sicher weniger Budget als ein Pharmakonzern. ;)

      Liebe Grüße an dich!

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  15. Hallo,
    ich bin absolut deiner Meinung - wie wohl so ziemlich jeder hier. Ich finde du hast da echt einen tollen Beitrag geschrieben! Und ich habe ihn sehr gern gelesen. Es ist einfach traurig, wenn man immer nur belächelt wird - auch wenn man nicht die beste Reichweite vorweisen kann. Aber wie du ja sagst, haben viele Verlage inzwischen eine tolle Blogger-Arbeit. Und trotzdem verstehe ich deine Aufregung sooo gut! :D
    Wir sind eben einfach junge und engagierte Menschen, die es aus Liebe zum Buch machen :)
    Danke, für den Post!
    Liebste Grüße,
    Julia

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    1. Liebe Julia,

      danke DIR für deinen Kommentar! Ich freue mich riesig, dass dir der Beitrag gefällt.
      Ich weiß die Bloggerarbeit der Verlage sehr zu schätzen, ganz klar! Dennoch: Ich hätte nichts dagegen, wenn sie noch eine Schippe drauf legen würden!

      Liebe Grüße!

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  16. Toller Text! Ich bin zwar kein Buchblogger, sondern Autorin, aber ich unterstütze euch gern und hoffe mit für euch, dass Verlage sowie Buchhändler endlich umdenken und euren Wert zu schätzen wissen (zumindest die, die dies bisher noch nicht tun)

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    1. Liebe Andrea,

      ich danke dir für deinen Kommentar! Autoren finde ich übrigens ganz vorbildlich, was Bloggerrelations angeht. Und das sage ich nicht nur, um auf der Schleimspur auszurutschen! ;) Aber ist ja auch klar: Autoren wissen eben mehr zu schätzen, was für ihre Buchbabys getan wird.

      Liebe Grüße!

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  17. Hallo :-)
    Ich habe noch nie verstanden, warum in dieser Welt nicht Platz genug für Journalisten und Buchblogger sein soll. Deinem Artikel kann ich aus vollen Herzen zustimmen. Ich blogge tatsächlich, weil es mir Spaß macht und ich mich gerne mit Büchern beschäftige. Ich habe für mich nicht den Anspruch eine hohe Reichweite zu erzielen, kann aber gut verstehen, dass die derzeitige Politik vieler Verlage einige sehr engagierte Blogger erzürnt. Ein toller Post, der mich nachdenklich gestimmt hat!
    LG Patricia

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    1. Liebe Patricia,

      ich danke dir für deinen Kommentar! Das Gemecker der Journalisten kann wohl niemand nachvollziehen. Schließlich bedienen Blogger und sie doch ganz andere Zielgruppen ... Aber wie ich schon schrieb: Hier ist wohl jeder Versuch, in den Dialog zu kommen, vergebens. Sie wollen eben nicht an ihrer Meinung rütteln.
      Ich möchte nicht sagen, dass Reichweite für Blogger alles ist, absolut nicht. Man sollte vor allem aus Leidenschaft bloggen und sich eben nicht durch Zahlen demotivieren lassen. Aber wenn es um die Unterstützung der brancheneigenen Blogger geht, ja, da kann definitiv noch mehr gemacht haben. Es wäre ja für alle bloß eine Win-Win-Situation.

      Liebe Grüße an dich!

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  18. Ich fand es schon zur LBM irgendwie befremdlich, dass plötzlich diskutiert wurde, was wir denn wollen, wir bekämen doch für unsere Arbeit das Rezensionsexemplar und gut ist es. Ich bin von vornherein nicht davon ausgegangen, dass mit Anerkennung automatisch Geld gemeint ist - was oft fehlt, ist gewinnbringende Zusammenarbeit für beide Seiten. Viele Blogger - vor allem noch neue - katzbuckeln vor den Verlagen, dabei sind sie (und wir) billige und dennoch effektive Werbung! Ich persönlich habe mich enorm innerlich geärgert, dass es so selbstverständlich für Verlagsmenschen war, sich branchenfremder Blogger zu bedienen und das gegenüber einem Raum voller Buchblogger noch als "Was habt ihr denn, wir arbeiten doch mit Bloggern zusammen, die was dafür kriegen" hinzustellen. Bewegt man sich in Bloggergruppen, die Themen querbeet beinhalten, sind die Aufschreie groß, wenn Firmen nur Gratisprodukte für einen Beitrag zur Verfügung stellen, die Anfragenden werden angegangen und die Blogger darum gebeten, sich nicht darauf einzulassen und sich "unter Wert zu verkaufen". Wenn das Buchblogger untereinander tun, ist das plötzlich ein großer Skandal und wir ganz undankbar, weil wir nicht zu schätzen wissen, was die Verlage für uns tun? Wissen denn die Verlage zu schätzen, was wir für sie tun? Es gibt Verlage, die haben mittlerweile verstanden, dass eine Zusammenarbeit für beide Seiten ganz prima sein kann. Das sind leider aber immer noch viel zu wenige. Ja, wir sind tatsächlich zu flauschig und so lange wir uns selbst über unseren Wert nicht bewusst werden, sehen sich die Verlage doch auch nicht im Zugzwang.

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    1. Das glaube ich dir sofort. Ich war bei den Bloggersessions selbst nicht dabei, habe aber viele Berichte dazu gelesen und habe damals schon nur mit dem Kopf schütteln können. Es ist aber auch sehr unbedacht, vor einer BUCHBloggergemeinschaft stolz zu verkünden, dass man sehr gerne - auch gegen Bezahlung - mit Bloggern arbeitet - bloß nicht mit Buchbloggern ... Ich gehöre nicht zu der Fraktion, die mit ihren Posts Geld verdienen will, aber ich habe es so satt, für meinen Blog belächelt zu werden!

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  19. Huhu,
    Ein super toller Text. Du sprichst mir total aus der Seele. Ich stehe noch ganz am anfang von meinem Blog und beschäftige mich sehr viel mit dem Thema. Ich überlege mir immer wie kann ich es den Leuten schmackhaft machen. Daher auch mein Post dazu wieviel Arbeit eigentlich in so einem Blog steckt. Es gibt viele Verlage die einen unterstützen auch wenn man noch klein ist. Ich habe auch schon einige Rezi exemplare bekommen über die ich mich sehr gefreut habe. Aber ich würde mich z.B auch freuen wenn man.von einem Verlag oder Buchladen ect. Mal beworben werden würde. So eine rubrik aller "Neue Interessante Blogger" oder allgemein mal ein Paar blogs zu bewerben.
    Du hast es wirklich sehr gut zusammen gefasst. SUPER!!!

    Liebe Grüße
    Lisa

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    1. Liebe Lisa,

      deinen Beitrag habe ich auch gelesen - ich fand ihn sehr treffend und war - ehrlich! - sogar gerührt, weil man gemerkt hat, dass dir wirklich viel an der Aussage liegt. :)
      Das gegenseitige Bewerben ist auch genau das, was ich mir von der Branche wünschen würde.

      Liebe Grüße!

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  20. So, so, so wahr! Ich hab mich schon vor einiger Zeit darüber ausgelassen (https://mitsuki.wordpress.com/2016/04/15/blogger-unerwuenscht-vom-wandel-des-verlagswesens/ ) und werde es wohl wieder und wieder tun. Ich kann damit leben, dass Verläge sich lange schwer getan haben, aber zumindest bewegt sich da ja langsam einiges. Aber mir gehen immer noch die lieben Feuilleton-Kollegen auf die Nerven. Nur weil man als Blogger schreibt bedeutet dies nicht, dass man sich weniger mit einem Themer auseinandergesetzt oder gar so viel schlechter schreibt. Natürlich gibt es ein paar Mutti-Blogger, die über den neusten Rosemunde Pilcher-Roman in einer Art und Weise schreiben, die man nicht einmal als Schulaufsatzniveau bezeichnen kann, aber weshalb dies das Bild einer ganzen Blogger-Branche – sind wird das nicht etwa schon? – bestimmt, verstehe ich nicht.

    Das Beispiel mit den Beauty-Bloggern finde ich leider sehr bezeichnend. Die bekommen leider alles hinterher geworfen, hauptsache man sieht mal ein Buch als nettes Accessoires auf einem Instagram-Bild liegen. Es ist ja auch tres chic so ein farblich abgestimmtes Buch zu einem Outfit zu kombinieren.

    Das aller, aller, aller schlimmste ist und bleibt jedoch die Tatsache, dass Blogger (egal welches Bereichs) niemals als arbeitende Menschen wahrgenommen werden. Es dauert einfach seine Zeit einen Artikel zu schreiben und Recherche zu betreiben. Kommt dann noch dazu, dass man vorher das Buch lesen muss – und da sind ja auch nicht immer nur Romane bei, die man toll findet – dann handelt es sich noch nicht mal mehr um Stunden der Arbeit, sondern um Tage. Ganz zu schweigen von Communitypflege etc. Und dann darf man sich von Verlagen und Journalisten auch noch anhören wir putzig Blogger sind.

    Veranstaltungen wie die LBC sind definitiv ein Schritt in die richtige Richtung und auch das Bloggerportal ist toll, aber da hört es schon fast auf. Dabei wollen doch alle das Gleiche: Das gedruckte Buch weiter erhalten, verbreiten und bewerben. Wie schön es wäre, wenn man einfach zusammen arbeiten könnte, ohne, dass man sich gegenseitig fertig machen muss. :/

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    1. Liebe Mitsuki,

      danke, danke, danke für deinen ausführlichen Kommentar! Ich kann dir nur in jeglicher Hinsicht zustimmen! Ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal, was ich noch ergänzend antworten könnte. Du hast einfach so recht! Wenn ich überlege, wie viele Stunden ich an einer Rezension feile ... und dann wird man bloß belächelt! Argh, da platzt mir der Kragen!

      Meinst du denn auch, dass das Buchblogger-Image zum Teil selbstverschuldet ist und man sich zu lange unter Wert verkauft hat?

      Liebe Grüße an dich!

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    2. Ich glaube eher, dass einem kaum eine Wahl gelassen wurde. Wenn man vor ein paar Jahren an einen Verlag herangetreten ist wurde man einfach ignoriert oder hat eine Standard-Ablehnmail bekommen. Blogger wurden einfach als Journalisten zweiter Klasse betrachtet. Was hätte man denn tun sollen um die Verlage davon zu überzeugen, dass man sinnvolle Arbeit leistet, wenn man einfach ignoriert wird.

      Ich glaub eher, dass es viel zu lange von Verlagen nicht ernst genommen wurde, weil lange die Idee vorherrschte, dass nur etablierte Medien und Schreiber große Reichweiten und damit Leser erreichen konnten. Dass dies schon lange nicht mehr der Fall ist und Buchblogger Tausende von Lesern erreichen können, kommt erst jetzt richtig an und damit wird erst der Wert erkannt.

      Ich glaube sogar, dass in vielen Fällen eben diese Distanz den Bloggern geholfen hat groß zu werden, eben weil so anders geschrieben und sehr viel direkter diskutiert wurde, als bei Zeitungen und deren Online Plattformen. Bei einer Feuilleton -Besprechung schreibt der Autor seine Meinung auf und das war es dann meistens auch. Blogger suchen die Diskussion und das ist einer der entscheidende Werte, die jetzt geschätzt werden. Vermutlich kommt eher jetzt die Zeit wo es darum geht sich nicht unter Wert zu verkaufen und für die eigene Sache einzustehen. Wir müssen jetzt – wo wir mehr als nur einen Fuß in der Tür der haben – zusammenhalten und unseren Wert beweisen. :)

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  21. oh man, jetzt hab ich einen ganz langen Kommentar geschrieben und jetzt ist er weg -.-

    Also noch mal kurz:
    Wirklich ein richtig guter Artikel!

    Ich finde die Verlage öffnen sich immer mehr den Bloggern und die Zusammenarbeit funktioniert immer besser. Und ich zumindest hab das Gefühl, dass sie die Arbeit der Blogger auch immer mehr wertschätzen.
    Das Buchhändler mit Blogs zusammenarbeiten wäre mir nun ganz neu und ich denke eher, wir werden als fehlende Käufer angesehen...

    Und wenn ich anfange über die Zeitungsmenschen zu reden, die meinen, wir sind alle dämliche kleine Mädchen, die alles suuupi finden, wird das hier den Rahmen sprengen^^

    Liebe Grüße
    Lena

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  22. Dir ist ein sehr schöner Text gelungen, der Wort für Wort für mich eine wichtige Aussage hat:Es ist eine Liebeserklärung ans Buch, wie das Bloggen über Bücher auch. Nur leider sind Buchblogs weiterhin weniger präsent. Ich bin auch erst vor Kurzem auf deinen Blog nach gezieltem Suchen nach Buchblogs aufmerksam geworden. Fashion- uns Beautyblogs sind mehr etabliert. Das liegt sicher auch daran, dass es allein schon eine Branche ist, die von Werbung lebt. Es gibt unendlich viele Shops und Beautyketten, die Werbung machen, aber ein Werbespot über ein Buch? Das gibt es eher seltener. Außerdem sind es leichte Themen. Bei einem Buch muss man sich Gedanken machen. Ich habe einen Feuilleton-Blog. Ich schreibe über aktuelle gesellschaftliche Themen. Damit meine ich nicht den klassischen Lifestyle sondern Politik, Kultur und Literatur. Mir wird oft von meinen Lesern als positives Feedback gegeben, dass es eine willkommene Abwechslung wäre unter all den Fashion-Blogs. Denn obwohl die Werbung funktioniert, so erstens nur bei wenigen großen Bloggern aus der Szene, zweitens fühlen sich doch einige überladen, die nicht immer nur Fashion lesen wollen.
    Schade finde ich auch, dass Bloggertreffen sich meist nur an Fashion- und Lifestyleblogger richten, manchmal noch Food- oder DIY Blogger. Was macht das Buch so staubig? Du sollst wissen, deinen Blog empfinde ich als willkommene Abwechslung. Wir sollten mit unseren Blogs zeigen, dass Lesen alles andere als altmodisch ist und auch Werbung verdient hat. Intelligenz macht schön ganz ohne Beautyprodukte und Fashiontricks. ;-)

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  23. Toller Beitrag!
    Ich fände es auch schön, wenn es noch mehr geschätzt, aber auch genutzt würde. Wobei ich viele Verlage, wie du schon sagst, diesbezüglich gut finde, vor allem natürlich die kleineren (SadWolf, Talawah).
    Wir Blogger sind oft recht kreativ und haben viele Ideen, ich fände super, wenn das vielseitig genutzt und eingebunden würde..

    LG Nicci ❤

    _
    Trallafittibooks.wordpress.com

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  24. Huhu,

    ich muss zugeben, dass ich vor zwei Tagen extrem überrascht war, dass das Bloggerportal einer großen Verlagsgruppe meinen kleinen Winzblog, der auch noch erst seit ein paar Tagen auf eine vernünftigen Seite statt als 'ferner lief' auf der Seite meiner eigenen Texte ist, für gut genug empfunden hat, mir ein Rezensionsexemplar zu geben. Vielleicht bin ich noch nicht lange genug Blogger (ich schreibe seit 2011, aber sehr unregelmäßig und alles andere als professionell), aber ich bin vor Freude fast aus den Latschen gekippt.

    Ich würde dir zwar zustimmen, dass es toll wäre, wenn es mehr Kooperationen gäbe, auch wenn ich selbst davon wohl nicht profitieren würde, aber ich bin schon froh, dass ich etwas bekomme. Damit hätte ich nie gerechnet und ich finde es auch nicht selbstverständlich. Ich frage mich, wann Blogger so wichtig geworden sind, dass sie (zumindest Technik- und Beautyblogger) richtig umworben werden und teilweise sogar davon leben können und bin dem Ganzen gegenüber ein wenig misstrauisch. Bitte versteh mich nicht falsch. Ich will dich nicht kritisieren, oder dir gar Undankbarkeit vorwerfen, keinesfalls. Nur, dass das für mich schon neu und eine recht merkwürdige Entwicklung ist, vielleicht geht es den Buchhandlungen genauso? Dann leben sie und ich zwar hinter dem Mond, das will ich nicht abstreiten, aber manche Veränderungen brauchen vielleicht Zeit. Vielleicht wollen sie sogar abwarten, ob der Bloghype anhält?
    Aber ich denke, irgendwann wird auch bei ihnen ersichtlich sein, dass es offenbar in unserer heutigen Gesellschaft immer mehr auf Blogger ankommt und nicht mehr auf normale Werbung, die kaum noch wer anschaut oder gar ernst nimmt. Solange müsst ihr, müssen wir uns nur die Motivation bewahren, was doch hoffentlich aufgrund vieler guter Bücher nicht schwer fällt.

    Liebe Grüße
    Taaya von Let 'em eat books

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  25. Hallos Simone,

    dein Artikel hat mir wirklich gut gefallen und ich finde es super, dass in diesem Jahr anscheinend ein Stein endlich ins Rollen gekommen ist, der anderswo schon gar nicht mehr wegzudenken oder aufzuhalten ist.

    Zu einem gewissen Grad kann ich auch die allgemeine Aufregung zu dem Thema verstehen, die aus den verschiedenen oft empörten Artikeln und Kommentaren rauszuhören ist. Zum anderen finde ich aber, muss man eben auch Unterschiede machen. Man kann eben nicht Äpfel mit Birnen vergleichen und eben auch nicht Branchen. In jeder läuft es anders, sind andere Dinge im Fokus, sind die Mentalitäten anders, die Entwicklungen, die Einstellungen, die Menschen, die sich in ihnen bewegen ... Ich finde, das sollte man auch nicht vergessen.

    Außerdem lohnt es sich auch nicht zu jammern, wie gut es doch die amerikanischen Blogger haben oder die Fashion-Blogger oder wer auch immer – ich meine jetzt nicht, dass du das getan hast, sondern dass ich das alles in letzter Zeit schon so oft gehört habe.

    Es ist meiner Meinung aber eben auch an den Bloggern, sich zu „emanzipieren“. Ich glaube, das wurde auch schon diskutiert. Solange die Mehrheit der Buchblogger glaubt, sie würden für ihre Arbeit nicht mehr als ein Rezi-Exemplar verdienen, wird sich an der Einstellung von Verlagen und Buchhandel auch nichts ändern. Und da kann ich Verlage sehr gut verstehen. Die haben nur ein knappes Budget, warum also nicht zurückgreifen, auf diese Masse an jungen Menschen, die nichts lieber tun, als sich ein Bein für ein kostenloses Rezensionsexemplar auszureißen? Und wenn sie mehr Reichweite oder was weiß ich haben wollen, dann greifen sie eben auf „branchenfremde“ Blogger zurück. So ist nun mal die Welt.

    Aber – wie ja die Entwicklung schon zeigt – der Stein rollt. Das Internet wird auch in der Buch- und Zeitungsbranche immer wichtiger. (Könnte man vielleicht sagen, die Zeit ist auf unserer Seite?) Marketing ohne Blogger wird es demnächst wahrscheinlich kaum noch geben. Ich glaube, es ist an uns, unseren Wert zu setzen, und nicht darauf zu warten, dass andere unseren Wert bestimmen.

    Liebe Grüße aus dem Tintenmeer,
    Sandy

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  26. Uff... Da hast du einen ziemlich kritischen Beitrag geschrieben.
    Einerseits kann ich deinen Ärger und den Wunsch danach, ernst genommen werden zu wollen, auch verstehen.
    Andererseits verstehe ich auch die "Marketingstrategie" der Verlage und Buchhandlungen. Als ich erfuhr, dass es für Blogger die Möglichkeit gäbe bei Verlagen Rezensionsexemplare zu bekommen, war beispielsweise der Lübbe Verlag noch sehr sparsam. Sie verwiesen auf ihre "Lesecommunity". Allerdings hat sich hier mittlerweile auch etwas getan :-).
    Was ich eigentlich sagen will. Ich kann Buchhandlungen und Verlage verstehen, wenn sie auf die Blogger setzen, die schon eine Reichweite haben. Ich meine, marketingtechnisch macht es echt wenig Sinn z.B. einer Bloggerin wie mir einen Spitzentitel anzubieten, die einfach bei weitem nicht so viel REichweite hat, wie die "großen" Blogger. Das sage ich jetzt nicht wegen mangelndem Selbstbewusstsein, sondern, weil es die Realität ist :-). Und ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob Blogger wirklich für höhere Verkaufszahlen sorgen. Ich hab manchmal so das Gefühl, dass wir unsere "eigene" Community sind. Selten begegnen mir in den Kommentaren Leser, die schreiben, dass sie "deinen Blog nur" verfolgen und nicht zusätzlich selbst einen Blog betreiben. (Das soll jetzt auch nicht abwertend gemeint sein).
    Hinzu kommt auch, dass es in der Buchblogger Szene viele Blogger gibt, die einfach ihr Ding machen möchten und nicht so auf Kooperationen stehen. (Okay vielleicht liegt das auch einfach an den negativen Erfahrungen, die ich schon gemacht habe).
    Kurzum: Schwarze Schafe gibt es überall und ich glaube irgendwie ich schweife mit diesem Kommentar hier ziemlich ab.
    Jedenfalls freue ich mich auf weitere Beiträge dieser Art und werde dir jetzt mal unauffällig auffällig folgen :-).
    viele Grüße
    Emma

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  27. Hallo,
    es ist kein Wunder, dass dieser Beitrag schon unendlich viele Kommentare hat und ich gebe jetzt auch noch meinen Senf dazu, weil ich dsa was du geschrieben hast vollkommen unterstütze. Ich bin teilweise manchmal wirklich wütend darüber, was da so läuft und vor allem wie es läuft. Eigentlich wollte ich das gar nicht schreiben, aber gerade bin ich so in Rage, dass ichs einfach mal erzähle. Als das Stories Magazin von Thalia rauskam, kam auch gleichzeitig ein Online Magazin dazu. Thalia schrieb mich an, dass sie mich vorstellen wollen mit Video und allem pipapo auf der Arbeit begleiten und Zuhause beim Bloggen am besten gleich im März. Toll, habe ich gedacht, irgendwie aufregend. Das mache ich. Dann kam keine Rückmeldung mehr und ich fragte nach wann genau es denn sein soll. Sie haben dann geschrieben, dass es jetzt doch schlecht wäre wegen der Buchmesse und so und sie sich meldet wegen einem Termin. Die Tage vergingen ins Land und keine Nachricht kam mehr. Dann wurde Karla Paul vorgestellt, was ich auch gut finde, sie hat wenigstens mit Büchern zu tun und dann kam die Bücher WG .. dazu sage ich jetzt mal nichts. Tja ja .. nie wieder hat sich jemand gemeldet und dann nicht mal abzusagen oder nochmal Bescheid zu geben, dass es sich noch verschiebt, finde ich einfach unprofessionell. Aber wir sollen uns immer professionalisieren. Natürlich. Aber ernst genommen werden wir anscheinend trotzdem nicht. Es ist zu Schade. Wirklich.

    Liebst, Lotta

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  28. -->„Danke dir für die Empfehlung, ich habe es gleich gekauft!“ ist für uns die schönste Bezahlung<--

    Wahre Worte! Seit März blogge ich nicht nur, sondern ich habe mich endlich zu einem Youtube-Kanal durchgerungen, weil ich "direkt" und ungefiltert über Bücher quatschen wollte und nicht nur das, was ich mir auf meinem Blog lang und breit überlege. Letztens habe ich gehört, dass ich mich bei YouTube verkaufe, aber dort macht man doch keine Kohle. Also wirklich nicht. Ich sehe es so, wie du geschrieben hast: wenn dir dann jemand schreibt, dass er das Buch ganz interessant fand, es sich selbst gekauft hat oder jemand eine Diskussion mit dir startet, dann leuchten die Augen, das Herz schlägt schneller und man hat ein Grinsen im Gesicht. Ich denke aber auch, dass die Buchbranche was völlig anderes ist und sich nicht mit Beauty oder Fashion vergleichen lässt!

    Liebe Grüße waldschrat liest

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  29. Hey :)

    Ich sehe das ganz genauso wie du, obwohl einem mittlerweile wirklich eine Menge Verlage entgegenkommen. Mit Piper und dtv habe ich bisher zum Beispiel nur gute Erfahrungen gemacht, aber da gibt es natürlich noch viele andere.

    Auch ich bin der Meinung, dass wir Buchblogger zu wenig geschätzt werden. Wir geben alles und das nicht weil wir es müssen, sondern weil wir es WOLLEN! Und Menschen, die gern etwas tun und darin so viel Zeit investieren, findet man auch nicht überall.
    Wir Buchblogger sind eine Community, die liebt, was sie tut.

    Ich wurde auch schon oft schräg angeschaut, als ich jemanden gesagt habe, dass ich über Bücher blogge. Das kann ich absolut nicht verstehen. Oft kommen dann so Fragen wie: "Ist das nicht langweilig?" oder "Verdienst du damit etwas?" NEIN! NEIN! Aber ich liebe es anderen Menschen eine Freunde zu machen und ihnen in Fragen der Literatur weiter zu helfen!
    Deshalb habe ich für einige Zeit auch in einem Buchladen gearbeitet und Kunden beraten. Es hat mir jedes Mal wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert, wenn sie gesagt haben, dass sie das Buch kaufen, was ich ihnen empfohlen habe. Oder wenn die Kunden nach dem Kauf wieder in den Laden kommen und sich tatsächlich noch einmal für die Beratung bedanken und gleich eine neue Empfehlung wollen!
    Es gibt nichts schöneres!

    Und mit dem Bloggen machen wir nichts anderes!

    Ich blogge nunmehr seit 2 Jahren und kann es immer noch nicht fassen. Am Anfang dachte ich nicht, dass es so viel Spaß machen würde und dass ich dabei so viele tolle Menschen kennenlernen würde.


    Liebe Grüße
    Cellie (Cellies Welt der Bücher)


    Zusatz: Tut mir leid, dass ich so sehr vom Thema abgeschweift bin. ^.^*

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