[BOBspecial] Filmrezension: "Bob, der Streuner"


Eines vorab: Buch und Film über Bob, den Streuner, basieren zwar auf der gleichen Geschichte, unterscheiden sich aber dennoch gewaltig. Wie mir der Film über den roten Straßenkater und seinen menschlichen besten Freund James gefallen hat, verrate ich euch in meiner heutigen Filmrezension. Und vergesst nicht, auch morgen wieder vorbeizuschauen, denn dann habe ich ein kleines Gewinnspiel für euch dabei ...


Concorde Filmverleih präsentiert eine Prescience Präsentation in Zusammenarbeit mit Altus Media (Eleven) und The Exchange
Eine Shooting Script Films Produktion

BESETZUNG
Bob, der Streuner als Bob // Luke Treadaway als James Bowen // Ruta Gedmintas als Betty // Joanne Froggat als Val // Anthony Head als Nigel Bowen // Beth Goddard als Hilary // Darren Evans als Baz // Caroline Goodall als Mary

STAB
Regie: Roger Spottiswoode // Produzent: Adam Rolston // Drehbuch: Tim John & Maria Nation // Romanvorlage: James Bowen & Garry Jenkins // Kamera: Peter Wunstorf // Schnitt: Paul Tothill // Produktionsdesign: Antonia Lowe // Kostüme: Jo Thompson // Musik: David Hirschfelder // Original Songs: Charlie Fink
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Meine Meinung:

Nach weltweit über 5 Millionen verkauften Exemplaren des Buches hat es die Geschichte von Bob, dem Streuner, nun auch auf die große Kinoleinwand geschafft: Regisseur Roger Spottiswoode hat die Geschichte des drogensüchtigen Straßenmusikers James Bowen und seines Findelkaters Bob aufgegriffen und - so viel sei vorab verraten - einen tollen Film geschaffen, der Fans des Streuners und Tierfreude zu Herzen rührt und dabei wunderbar unterhält.

© Concorde Filmverleih GmbH: James (Luke Treadaway) und Bob sind unzertrennlich

Wer mit der Erwartung ins Kino geht, die wahre Geschichte von Bob und James verfilmt zu sehen, wird möglicherweise enttäuscht. Der Film basiert auf den wahren Begebenheiten, erzählt diese aber nicht hundertprozentig wahrheitsgetreu, wie man sie im Buch zu lesen bekommt. Es tauchen Charaktere auf, auf die man in der gedruckten Vorlage nicht trifft, die Personenkonstellationen sind teilweise verändert und auch der Handlungsverlauf hält sich lediglich an den Stützpfeilern an den Bestseller. So nimmt im Film eine Liebesgeschichte zwischen James und Betty eine entscheidende Rolle ein, während Bettys "Original" Belle im Buch eine sehr gute Freundin mit gänzlich anderem Hintergrund ist.

Schaden tun diese Veränderungen dem Film allerdings ganz und gar nicht, im Gegenteil: Von der ersten bis zur letzten Minute habe ich gerne zugesehen. Durch die umgeschriebenen und neu entwickelten Handlungsstränge wirkte der Film runder, dramaturgisch voller. Während die Buchvorlage sich mehr auf ihren biographischen Stil konzentriert, steht beim Film ganz klar die Unterhaltung im Vordergrund. Man soll als Zuschauer mitfühlen, mitfiebern, mitleiden. Durch die Änderungen kommen griffigere Spannungsbögen zustande und durch die Extraportion Liebe bedient man natürlich auch eine weitere Zielgruppe.

© Concorde Filmverleih GmbH: Bob geniest die Aussicht

Das absolute Highlight für Fans des Straßenkaters ist sicherlich die Tatsache, dass Bob sich in der Verfilmung selbst spielt. Geplant war das nicht, während der Dreharbeiten wurde aber schnell offensichtlich, dass Bob den talentierten Schauspielkatzen in Nichts nachsteht - und wer könnte Bob wohl authentischer darstellen als der berühmte Streuner höchstpersönlich? Dass man den einzig wahren Bob auf der Leinwand betrachten darf, gibt dem Film eine persönlichere Note und sorgt für ordentliche Sympathiepunkte.

Auch wenn die menschlichen Charaktere nicht von ihren wahren Originalen gespielt werden - es kann ja auch nicht jeder mit einem meisterhaften Schauspieltalent geboren werden wie Bob -, so liefern die Schauspieler doch eine sehr gute Leistung ab. Allen voran Luke Treadaway, der Bobs Herrchen James spielt und alle Höhen und Tiefen des Straßenmusikers mit solch einer Ehrlichkeit darbietet, das man als Zuschauer zu jeder Zeit mitfühlt. Sowohl die Freundschaft zwischen Bob und James als auch James' Drogensucht empfand ich als bewegend und authentisch inszeniert, wobei die aufregend-dramatischen Augenblicke der Geschichte und die emotional-mitreißenden Herzmomente sich etwa die Waage hielten.

© Concorde Filmverleih GmbH: James (Luke Treadaway) mit seiner Nachbarin Betty (Ruta Gedmintas)

Fazit:

"Bob, der Streuner" ist ein herzerwärmender Film voller süßer, hoffnungsvoller und mutmachender Momente. ls waschechte Katzenlady konnte ich gar nicht anders, als mich in "Bob, der Streuner" zu verlieben! Die Geschichte um die außergewöhnliche Freundschaft zwischen James und Bob hat mich ab der ersten Sekunde mitfühlend an der Leinwand kleben lassen. Eine gewisse Rührseligkeit lässt sich zwar nicht abstreiten, dennoch habe ich bis zum Schluss alle Höhen und Tiefen als authentisch dargestellt empfunden und mich von der Moral der Geschichte verzaubern lassen. Dass Bob höchstpersönlich in der Verfilmung seines Lebens sein Schauspieldebüt gegeben hat, war dabei selbstredend das absolute Highlight.

Buch und Film sollte man aber, wie bei jeder Verfilmung, unbedingt getrennt voneinander betrachten: Das Buch hält sich näher an den wahren Begebenheiten, der Film dagegen will mit einer ausgeschmückteren Variante vor allem unterhalten. Für mich sind sie beide auf ihre Weise lesens- bzw. sehenswert. Den Kern von James' und Bobs Geschichte treffen nämlich beide auf den Punkt: seine zweiten Chancen zu nutzen und niemals aufzugeben.

Trailer:


BOB, DER STREUNER
Ab dem 12. Januar im Kino!

Kommentare:

  1. Irgendwie halte ich mich immer ein bisschen von Büchern mit Tieren oder lustig lächelnden Frauen/Kinder, was-auch-immer fern. Dabei können sie sicherlich sehr unterhaltsam sein :D
    Ich denke, dass ich mir den Film ansehen werde. Er hört sich so nach Mädels-Kino-Film-Abend an :D

    Alles Liebe
    Carly

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    1. Liebe Carly,
      ich kann dir den Film wirklich empfehlen! Durch die Drogenthematik ist er stellenweise aber wirklich keine leichte Kost!
      Schau doch morgen wieder vorbei, da wird es hier Filmkarten geben. ;)

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  2. Hört sich gut an! Der Trailer hatte mich schon als ich ihn das erste Mal gesehen hatte sehr angesprochen, der Kater ist einfach so süß!! ^^ Den Film werd ich mir auf jeden Fall ansehen, wenn nicht im Kino, dann auf jeden Fall später auf DVD =)

    Liebe Grüße
    Jenny

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