Rezension: "Phönixakademie - Funke 1: Der schwarze Phönix"

I. Reen Bow // CreateSpace // 78 Seiten // Taschenbuch // 4,97€ // 9781530248612 // Zum Fazit?

Worum geht's?

Robin ist auf der Flucht. Das rastlose Mädchen kennt kein Zuhause, nur Unsicherheit und Angst – vor einer schweren Macht, die sie auch selbst in sich trägt. Als sie auf der Suche nach Antworten Orte ihrer Vergangenheit besucht, treibt sie ein Missverständnis in die Arme von Aves, Berry, Lion und Annie. Die vier sind Schüler der Phönix Akademie, dem einzigen Ort, der Robin Sicherheit zu schenken vermag. Doch zu welchem Preis?

Meine Meinung:

Mit "Phönix Akademie" startet I. Reen Bow ein ungewöhnliches Geschichtsprojekt, das vage an die Fortsetzungsromane aus Zeitschriften erinnert: "Phönix Akademie" erscheint in mehreren Funken, die in kurzen Abschnitten erscheinen und jeweils ungefähr 60 Seiten umfassen. Für kleines Geld können Leser so Stück für Stück an der Romanserie weiterlesen – und das nicht nur als eBook, sondern auch als hübsch gestaltete Hefte.

Mit "Der schwarze Phönix", dem ersten Funken, beginnt der Zyklus um die Phönix-Akademie. Das erste Heft liest sich wie ein feiner Prolog, der seine Leser zunächst einmal in das Setting einführen und die einzelnen Charaktere vorstellen will. Dabei ist ein außenstehender Erzähler am Werk, der die Gedanken und Gefühle der einzelnen Charaktere zu beschreiben weiß, je nachdem, welcher von ihnen im aktuellen Kapitel im Fokus steht. Dies wechselt stetig.

Obwohl es sich bei "Der schwarze Phönix" quasi um einen besonders ausführlichen Prolog handelt, hält sich I. Reen Bow zu Beginn nicht mit langen Erklärungen auf. Sie wirft ihre Leser mitten in das grausige Geschehen und lässt sie an der Seite von Hauptakteurin Robin Zeugin eines Brandes werden. Sogleich tummeln sich viele Fragen in den Köpfen der Leser, doch ehe diese beantwortet werden, stellt die Autorin in einem spannenden Unterfangen, das ihnen nicht einmal Zeit zum Verschnaufen gibt, ihre einzelnen Figuren vor.

Nach dem turbulenten Start wird die Spannung von der Neugierde abgelöst, die die Leser weiter durch die Seiten treibt. Man lernt die wichtigsten Eigenschaften der Charaktere kennen, was es mit der Titel gebenden Phönix Akademie auf sich hat und worum es sich bei dem schwarzen Phönix handelt, der die Romanreihe so dramatisch eingeleitet hat. Der flüssige Schreibstil tut sein Übriges, indem er die Leser durch die stimmungsvollen Seiten des Heftes fliegen lässt. Ehe man sich versieht, ist man schon am Ende des ersten Funkes angekommen … und will am liebsten weiterlesen!

Fazit:

So gut mir "Der schwarze Phönix" von I. Reen Bow gefallen hat, muss ich doch zugeben, dass mir eine Bewertung nicht allzu leichtfällt. Das Konzept der Geschichte bringt seine Vor- und Nachteile mit sich. Das Setting sowie die einzelnen Charaktere sind interessant und machen neugierig. Auch I. Reen Bows Schreibstil fällt positiv auf und macht Lust aufs Weiterlesen. Dennoch bieten Handlung und Figuren bis auf einen guten ersten Eindruck nicht viel, dafür ist der Funke schlichtweg zu kurz. Wie sich die Charaktere weiterentwickeln werden und was die Geschichte für sie parat hält, ist hier noch nicht abzusehen. Die "Phönix Akademie" hat viel Potenzial, das es von der Autorin in den Folgefunken auszunutzen gilt. Ich vergebe optimistische 4 Lurche.

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