Rezension: "Die Schule der magischen Tiere"

Margit Auer // Nina Dulleck // Carlsen // 208 Seiten // Taschenbuch // 6,99€ // 978-3-551-31400-0 // Zum Fazit?

Worum geht's?

Ida ist aufgeregt. Ihre Familie ist umgezogen und nun muss sie sich in einer neuen Klasse zurechtfinden. Als sie dort den coolen Jo kennenlernt, ist Ida sofort ein bisschen verliebt. Bei einer Partnerarbeit wittert Ida ihre große Chance, Jo näher zu kommen. Doch sie wird ausgerechnet dem schüchternen Benni zugeteilt, der in der Klassengemeinschaft selbst eher schlecht als recht Anschluss findet. Zum Glück sind die beiden in der Klasse von Miss Cornfield! Denn die Lehrerin weiß ganz genau, wer von ihren Schülern Hilfe braucht - und wo sie diese findet: Miss Cornfields Bekannter Mortimer Morrison ist der Besitzer einer ganz besonderen Tierhandlung. Seine Tiere sind magisch und einzigartig, die besten Freunde der Welt!

Meine Meinung:

Großwerden ist gar nicht so leicht. Die Schule geht es mal auf, mal ab, Eltern verstehen einen nicht immer, Geschwister nerven und plötzlich ist das andere Geschlecht gar nicht mehr so doof, wie man bisher dachte. Wenn man dann auch noch in eine neue Stadt zieht oder generell nicht der Beliebteste in der Klasse ist, wie es bei den beiden Protagonisten Ida und Benni der Fall ist, ist das Gefühlschaos perfekt. Wie gut kann man als Leser nachvollziehen, dass die beiden einen guten Freund zum Reden bräuchten! Zum Glück sind sie in der Klasse von Miss Cornfield gelandet, denn sie ist nicht irgendeine Lehrerin … und sie hat ganz besondere Kontakte.

Schlägt man die ersten Seiten auf, lernt man in einem Prolog erst einmal den Forscher Mortimer Morrison kennen, der sich auf einer Expedition in der Arktis befindet. Er ist dort auf der Suche nach einem Tier, aber nicht nach irgendeinem: Mortimer sucht nach magischen Tieren, die sich durch spezielle Fähigkeiten von ihren Artgenossen unterscheiden. Unter anderem können sie mit Menschen sprechen – und genau deshalb eignen sie sich perfekt als heimliche Freunde! Mortimer beherbergt in seiner magischen Tierhandlung all jene Tiere, die er auf seinen Reisen getroffen hat, bis ein Kind die Hilfe eines neuen Freundes gebrauchen kann … und davon kennt Mortimers gute Bekannte Miss Cornfield gleich eine ganze Klasse!

„Die Schule der magischen Tiere“ ist der Auftakt einer Kinderbuchreihe mit großem Wohlfühl-Charakter. Ganz egal, in welchem Alter man diese Geschichte vor- oder selber liest: Zwischen diesen Buchdeckeln fühlt man sich einfach gut aufgehoben. Autorin Margit Auer schreibt einfühlsam und fesselnd, trifft dabei aber vor allem den Ton ihrer jungen Leser. Obwohl sie so manche schwierige Problematik anspricht, verliert ihr Erzählstil niemals die Leichtigkeit, die die Leseatmosphäre so maßgeblich prägt. Das Buch strotzt vor Witz und Charme und reißt seine Leser so stark mit, dass die Geschichte in Windeseile ausgelesen ist. Außerdem macht der Auftakt der „Schule der magischen Tiere“ nicht nur Spaß, er schenkt auch Trost, gibt Kraft und macht Mut.

In jedem Band der Reihe stehen jeweils zwei Schüler aus Miss Cornfields Klasse im Fokus, die mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen haben und ein magisches Tier als Unterstützung zur Seite gestellt bekommen. Hier sind es Ida, die erst kürzlich neu in die Stadt gezogen ist und niemanden kennt, und Benni, der aufgrund seiner unbeholfenen und unsportlichen Art so manche Hänselei ertragen muss. Beide schließt man auf Anhieb ins Herz, sodass man von der ersten bis zur letzten Seite aufrichtig mit ihnen mitfühlt. Highlights der Geschichte sind aber eindeutig ihre magischen Tiere, die ihren neuen Freunden auf ganz unterschiedliche, aber in beiden Fällen herrlich erfrischende und sympathisch-lustige Weise unter die Arme greifen. Nach dem letzten Kapitel wünscht man sich nicht nur Fortsetzung, sondern auch ein eigenes magisches Tier – und das ganz, ganz dringend!

Unterstrichen wird die Geschichte mit bezaubernden Illustrationen von Nina Dulleck. Dullecks Stil passt hervorragend zu der allgemeinen Stimmung des Romans: Die Zeichnungen wirken ein wenig frech, gar humorvoll und witzig, vor allem sind sie aber liebenswert und verbildlichen die Charaktere perfekt. Bei so einer tollen Mischung aus Text und Bild macht das Vor- und Selberlesen glatt doppelt so großen Spaß!

Fazit:

Der Auftakt zur Serie „Die Schule der magischen Tiere“ von Margit Auer ist ein wundervolles Kinderbuch mit Wohlfühl-Charakter. Die Geschichte um Miss Cornfields Klasse, deren Schüler ein magisches Tier zur Seite gestellt bekommen, ist herzerwärmend und witzig geschrieben. Nach diesem Buch möchte man unbedingt sein ganz eigenes magisches Tier kennenlernen! Junge Leser werden zwischen diesen Buchdeckeln viel Mut und Kraft, vor allem aber Spaß und Freude finden – und auch ältere (Vor-)Leser werden die eine oder andere Lektion für sich mitnehmen können. Unterstrichen wird die Geschichte von Illustrationen aus der Feder der Künstlerin Nina Dulleck, die mit ihrem Stil perfekt den Ton des Buches trifft. „Die Schule der magischen Tiere“ ist zweifelsohne eine Buchreihe für die gesamte Familie! Ich vergebe gerne 5 Lurche.

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