[Das Lied der Krähen] Die Dregs: Warum man von den Krähen nicht genug bekommen kann


Dass wir "Das Lied der Krähen" lieben, ist euch wohl nun allen schon klar. Nicht umsonst lassen wir nichts unversucht, um euch mit unserer Begeisterung anzustecken! Heute wollen wir die Gründe, weshalb wir das Buch so besonders finden, ebenso besonders hervorheben! Jede von uns verrät euch ihr persönliches Highlight an Leigh Bardugos neuem Roman. Vergesst nicht, auch bei Effi und Franci vorbeizuschauen: Bei Effi haben wir einen Gastbeitrag zu den Grischa für euch, während Franci in einem zweiten Gastbeitrag ein tolles DIY für euch parathält.

1. Die Diversität (Effi)

Die Krähen sind eine zusammengewürfelte Truppe: Kaz und Wylan stammen aus Kerch, Matthias aus dem nördlichen Fjerda, Nina aus Rawka, Inej ist eine Suli und Jesper kommt aus Nowji Sem. Alle tragen ihre Kultur mehr oder weniger mit sich. Leigh Bardugo schafft es, die Konflikte auszuweisen, die daraus entstehen können und kreiert damit einen stimmigen Background für ihre Charaktere und deren Gruppendynamik.
So ist für Inej und Matthias ihr Glauben sehr wichtig, auch wenn die Dinge, an die sie glauben, sehr unterschiedlich sind. Kaz glaubt dagegen an nichts anderes als an sich selbst (und das liebe Geld. Er liebt es. Wirklich!). Wogegen Ninas Herkunft und Fähigkeiten im totalen Kontrast zu dem stehen, was Matthias gelernt hat, als menschlich anzusehen.
Jesper, Inej und Nina fallen außerdem noch durch ihre Hautfarben und Kräfte auf und Kaz geht am Stock. Doch anstatt sich zu verstecken oder klein zu machen, schreiten alle Krähen erhobenen Hauptes durch ihr Leben und wissen, wie sie sich Respekt verschaffen (ohne Witz, Leute, sie haben alle ihre eigene Form der badassery!).
Ich bin selbst dunkelhäutig und finde kaum Bücher, in denen wichtige Charaktere aussehen wie ich. Umso mehr hat es mich gefreut, dass Inej und Jesper tragende Rollen spielen und nicht nur zu kleinen Nebencharakteren degradiert werden. Nein, sie sind beide komplex, liebenswert und zugleich manchmal etwas graue Charaktere, die ebenso wichtige Rollen spielen wie die anderen vier.
Alle sechs Krähen meistern ihr Leben und verwandeln ein angebliches Handicap zu etwas Positivem - und genau das ist für mich eines der stärksten Themen des Buches, das die Autorin einfühlsam, respektvoll und niemals zu gewollt in ihrer Geschichte verwebt.


2. Die Charaktere (Franci)

Als ich das Lied der Krähen zum ersten Mal gelesen habe, nahmen mich am meisten die Charaktere mit. Neben dem tollen Worldbuilding, haben mich vor allem die Charaktere umgehauen, denn jeder von ihnen ist auf seine Art anders und trotzdem funktionieren sie als Team. Kaz zeigt keine Gefühle und ist rücksichtslos. Inej ist zurückhaltend, stark gläubig und auch ehrlich. Wylan ist schüchtern, aber auch ein kleines Genie. Jasper ist sarkastisch und kann hin und wieder sein Mundwerk nicht halten. Nina ist mutig, laut und lustig. Matthias ist loyal, ehrenhaft aber er ist leicht reizbar. So viele verschiedene Charaktereigenschaften und trotzdem schafft es Leigh sie alle in solch eine Harmonie zu bringen, ohne dass einzelne Personen ihre Persönlichkeit verlieren. Durch diese einzigartige zusammensetzung der Gruppe, werden die Unterhaltungen nie langweilig und schaffen eine viel spannenderes Umfeld als wenn die meisten vom Charakter her ähnlich ticken. Als Leser hat man also viel mehr Möglichkeiten sich mit einzelnen zu identifizieren. Ich zum Beispiel erkenne gewisse Teiler meiner Persönlichkeit in Wylan, Inej und Nina. Jeder dieser sechs hat auch seine eigene, spezielle Hintergrundgeschichte, die uns zeigt wie sie bei den Dregs gelandet sind und wieso sie heute so sind.


3. Die Magie und die Atmosphäre

Fremde Welten voller Magie und Zauber gehören zu einem guten Fantasy-Roman dazu. Nur wenigen Autoren gelingt es jedoch, Welten zu erschaffen, die so lebendig, so bezaubernd sind, dass man sich ganz und gar in ihnen verlieren kann. Leigh Bardugo ist für mich nicht bloß eine gute Autorin: Sie ist eine solche Weltenschafferin. Das "Grishaverse" - in Bezug auf die Grischa, die magiebegabten Menschen dieser Welt - hat mich bereits in der ersten Trilogie der Autorin völlig in seinen Bann gezogen. Als ich mit den Charakteren durch Rawka gezogen bin, habe ich dieses wundervolle Gefühl beim Lesen gespürt, dass einem sagt: In diesem Buch schlummert etwas, dass du - seiner grausigen Gefahren zum Trotz - dein Zuhause nennen könntest. Dass du gerne selbst erleben würdest. Auch Ketterdam, wo nun "Das Lied der Krähen" spielt, hat ein solches Gefühl in mir geweckt. Obwohl Ketterdam grausamer und dunkler ist als Rawka, es voller Intrigen, Lügen und Geheimnisse steckt, wollte ich von dort nicht fort. Ich liebe die Atmosphäre, die Leigh Bardugo erschaffen kann. Die Magie, die sie in ihre Welt - und ihre Worte - zu verstecken vermag. Hoffentlich beschert sie uns noch viele weitere Geschichten in der Welt der Grischa!

Kommentare:

  1. Ich werde immer neugieriger und finde eure Tour einfach klasse. Ihr habt euch echt viel Mühe gegeben,

    liebe Grüße, Jutta

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  2. Hallo,
    Ihr schafft es wirklich, mir das Buch mich jedem Beitrag noch schmackhafter zu machen :D
    Für mich ist das Worldbuilding bei Fantasybüchern immer eines der wichtigsten Elemente. Deshalb freue ich mich umso mehr auf dieses Buch.
    Mir ist auch schon bei euren Vorstellungen der Charaktere positiv aufgefallen, wie facettenreich und unterschiedlich die Protagonisten sind; nicht nur äußerlich sondern auch von der Persönlichkeit her.
    Das finde ich besonders schön, denn so haben viele verschiedene Leser die Möglichkeit, sich in einem oder auch mehrenren der Krähen widerzufinden.

    LG Anna
    (caanna92@gmail.com)

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  3. Schöne Begründungen, und jede für sich macht mich neugierig auf das Buch. Ich hoffe mal meine Erwartungen werden nicht langsam zu hoch ;)

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  4. Bei diesen Beschreibungen würde ich es am liebsten direkt nochmal lesen...

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  5. Wer lesen kann ist klar im Vorteil. XD Ich musste 1. gerade dreimal lesen bis ich kapiert habe, dass das Effis persönliches Highlight ist, weil ich in Gedanken noch bei Lurchi war und mich das "Ich bin selbst dunkelhäutig ..." dementsprechend extrem irritiert hat. Aber dann hatte ich ja recht mit meiner Vermutung, dass es in dem Buch viele diverse Charaktere gibt, das gefällt mir schon mal sehr gut, schließlich sind wir im echten Leben ja auch nicht alle gleich.

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  6. Hallo! :)

    Ich finde es super, was ihr zu dem Buch auf die Beine gestellt habt und wie viel Mühe ihr euch mit euren Beiträgen gegeben habt! Großes Lob (das musste mal gesagt werden :) ). Eure Begeisterung sprüht geradezu auf uns Leser über mit jedem weiteren Wort und Beitrag (und hyped mich nur noch mehr auf das Buch..kann man das so sagen?).
    Vor allem Effis Worte zur Diversität machen mich neugierig.

    Liebe Grüße
    Laura

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  7. Es ist so genial, was ihr auf die Beine gestellt habt und jeder post macht unglaublich Spaß zu lesen! Danke eucj

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